Noch eine Durchsuchung in Ohrid, noch eine Waage mit weißem Pulver: Der kleine Fisch geht immer am leichtesten ins Netz
04.07.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Die Ära der billigen Bestellungen von Temu und Shein bekommt einen neuen Preis. Ab dem 1. Juli führt die Europäische Union eine feste Zollabgabe von 3 Euro auf jede kleine Sendung mit einem Wert unter 150 Euro ein - eine Kategorie, die heute ganze 93 Prozent aller Bestellungen in der Union umfasst.
Die befristete Abgabe gilt vom 1. Juli 2026 bis 1. Juli 2028. Das Ziel ist klar: den enormen Zustrom billiger Artikel zu bremsen, die täglich über die asiatischen Plattformen eintreffen, die Unterbewertung von Waren zu verhindern und europäische Händler vor unlauterem Wettbewerb zu schützen. Bei Millionen Sendungen pro Tag entschied die EU, dass es Zeit ist, dass der Verbraucher etwas mehr zahlt und die Kontrolle größer wird.
Für den mazedonischen Käufer ist die Geschichte etwas anders, aber nicht unwichtig. Mazedonien ist nicht in der EU, also trifft uns diese Abgabe direkt nur, wenn wir über europäische Lager bestellen oder über eine Lieferung, die durch die Union läuft. Dennoch ist es ein Signal, wenn der größte Markt des Kontinents einen solchen Schritt macht - das Modell „grenzenlos billig aus China" schließt sich, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch unser Staat einen ähnlichen Schritt erwägt.
Das Fazit ist nüchtern: billig war nie wirklich gratis. Jemand zahlte immer die Differenz - die lokalen Geschäfte, die nicht mithalten können, die Arbeiter am anderen Ende der Kette oder die Umwelt unter der Last von Millionen Paketen. Drei Euro pro Sendung werden Temu und Shein nicht zerstören, aber sie sind das erste Zeichen, dass selbst die größten Player eine Grenze zu spüren beginnen.
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