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Ermittlung zur Flucht Gruevskis eingestellt: Wer ihm half, bleibt ein Raetsel

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Die Voruntersuchung zur Flucht von Nikola Gruevski aus Mazedonien wurde eingestellt. Wer ihm bei der Flucht half, bleibt ein Raetsel. Kein einziger Name, keine einzige Anklage - als haette er das Land unsichtbar verlassen.

Der ehemalige Premierminister floh im November 2018 vor der Justiz und tauchte in Budapest auf, wo Viktor Orban ihm politisches Asyl gewaehrte. Acht Jahre spaeter endet die Ermittlung ohne Antwort auf die wichtigste Frage: Wer in Mazedonien hat ihm geholfen, die Grenze zu ueberqueren?

In Ungarn lebt Gruevski relativ offen - er hat eine Firma, arbeitet als Berater. Orbans Sturz und die neue Regierung unter Magyar oeffnen theoretisch die Frage der Auslieferung. Aber "theoretisch" und "praktisch" sind in der Balkandiplomatie zwei sehr verschiedene Dinge.

Eine Voruntersuchung ohne Ergebnis eingestellt. Ein klassischer Balkan-Epilog - genug Dokumente, um zu sagen "am Fall wurde gearbeitet", aber nicht genug Wille, die Wahrheit zu finden. Wer hat Gruevski geholfen? Diese Frage ist jetzt archiviert, nicht beantwortet.