Der Balkan im Roten: 90% Europas atmen schlechte Luft, wir zahlen mit dem Leben
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Am heutigen Tag, vor genau 35 Jahren, wurde Saško Geškovski getötet - ein 19-jähriger JNA-Soldat aus Kavadarci, der vor dem Militärkommando in Split Wache stand. Ein maskierter Angreifer feuerte vier Kugeln ab. Saško fiel als erstes Opfer des jugoslawischen Krieges, und an jenem Tag begann etwas, das der Balkan über Jahrzehnte tragen würde.
Er war noch ein Kind. Geboren 1971, trat er im Oktober 1990 in die Armee ein - in die Kaserne „Dračevac" in Split. Im September 1991 hätte er den Dienst beenden und nach Hause zurückkehren sollen. Er erlebte es nicht.
Zu seiner Beerdigung in Kavadarci kamen mehr als 20.000 Menschen. Bürger gingen auch zu Massenprotesten auf die Straße. Mazedonien nahm nie an dem Krieg teil, der danach den gesamten jugoslawischen Raum zerriss - aber Mazedonien zahlte den ersten Preis.
Heute legten in Kavadarci Delegationen, Veteranenverbände, Kommunalbehörden, Armeeangehörige Blumen nieder. Es gibt einen Brunnen zu seinen Ehren. Es gibt einen Kreisverkehr mit seinem Namen. Es gibt ein Grab, das die Stadt nie vergessen hat.
Doch die Frage, die jedes Jahrestag gestellt wird und nie beantwortet wird: Wer war jener maskierte Angreifer? Nach 35 Jahren gibt es nirgendwo eine Verurteilung für Saškos Tod. Der Fall schläft in irgendeinem Splitter Archiv. Weder Kroatien noch Mazedonien zeigten besonderes Interesse, ihn aufzuklären.
Das ist der Preis „archivierter Geschichte" - wenn ein Opfer zu einer Zahl in einer Statistik wird, nicht zu einem Namen mit Antwort. Saško ist nicht nur deshalb Symbol des Zerfalls Jugoslawiens, weil er als Erster fiel. Er ist auch Symbol dafür, wie unsere Institutionen mit ihren Toten umgehen - mit Blumen einmal im Jahr und mit Vergessen an 364 Tagen.
Fünfunddreißig Jahre sind viel. Doch für jene, die einen Angehörigen verloren, mögen diese Jahre nur einen Tag gedauert haben.
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