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Afrikanische Temperaturen am Wochenende: 30 Grad nach spätem Frost - Mazedonien ohne Plan für Sommerhitze über 40

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Nach Wochen arktisch-feuchter Unterbrechung des Frühlingswetters, mit Schnee und Frost im frühen Mai, steht Mazedonien erneut vor einer drastischen Erwärmung. Eine Warmluftmasse afrikanischen Ursprungs wird das Land in den kommenden Tagen überdecken, mit Temperaturen bis zu 30 Grad - besonders am Wochenende, in den zentralen und südöstlichen Regionen.

Das ist kein „Zufallswetter". Es ist eine weitere Erscheinung dessen, was Klimatologen seit Jahren beschreiben - häufigere und intensivere Verschiebungen der Wettermuster. Vom Schneesturm im frühen Mai zu 30 Grad in wenigen Tagen. Von Sommerhitzewellen über 40 Grad im August bis zu Wintertemperaturen unter minus 15. Das ist keine „Natur in Harmonie" - das ist Natur im Modus eines beschleunigten Klimaübergangs.

Für den mazedonischen Landwirt - der dieses Jahr bereits Schäden an Obstblüten durch späten Frost hatte - ist dieser Sprung ein weiterer Schlag. Schuld ist nicht „Pech", sondern die häufigen extremen Oszillationen, die stabile Planung unmöglich machen. Obstbauern, Winzer, Gärtner - alle sind zu einem schnelleren Anpassungszyklus gezwungen, in einer Situation, in der kein staatlicher Plan zur Klimaanpassung praktisch funktioniert.

Für den Bürger bedeutet das auch etwas Konkretes. Die Klimaanlagen-Saison beginnt jedes Jahr früher. Wenn wir vor 10 Jahren im Mai die Klimaanlage nicht eingeschaltet haben, ist heute ein Wochenende ohne sie kaum auszuhalten. Das heißt mehr Strom, mehr Geld, mehr Emissionen - und der Kreislauf beschleunigt sich von selbst.

Die Frage, die in den Medien niemand laut stellt - haben Skopje, Bitola, Ohrid einen Plan für Sommerhitzewellen mit Temperaturen über 40 Grad an mehreren Tagen in Folge? Wir haben „Empfehlungen" - trinken Sie Wasser, bleiben Sie im Schatten, gehen Sie mittags nicht raus. Wir haben Warnungen. Aber wir haben keine offenen, gekühlten öffentlichen Räume für gefährdete Gruppen, wie sie Paris seit der tödlichen Hitzewelle 2003 hat. Wir haben kein System, das automatisch nach gefährdeten älteren Menschen sieht. Wir haben keine echte Klimastrategie. Und jedes Jahr - kostet diese Abwesenheit mehr.