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EU zog den wichtigsten Schlag gegen russisches Öl zurück: Warum hat Brüssel nachgegeben?

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Die Europäische Union bereitete die potenziell verheerendste Massnahme gegen Russlands Ölindustrie vor: ein Anlegeverbot für alte Tanker, die russisches Öl transportieren. Die Massnahme hätte die sogenannte "Schattenflotte" getroffen - alte Tanker ohne ausreichende Versicherung, die das Rückgrat des russischen Ölexports bilden.

Aber der Vorschlag wurde zurückgezogen. Die Gründe sind komplex: Griechenland, eine der grössten Schifffahrtsnationen der Welt, lobbierte still dagegen. Die Energieunsicherheit auf dem Weltmarkt, verstärkt durch die Hormuz-Krise, liess Brüssel von einem Schritt zurückweichen, der die Ölpreise weiter hätte steigen lassen können.

Für Russland ist das eine enorme Erleichterung. Die Schattenflotte ist das Rückgrat seines Ölexports seit Einführung der westlichen Sanktionen. Ohne sie würde der Kreml eine wichtige Einnahmequelle verlieren.

Für den Balkan - jeder Ölpreisanstieg überträgt sich schneller als er fällt. Und Brüssel hat gerade ein Werkzeug aufgegeben, das das Gleichgewicht hätte verändern können. Die Frage ist: für wen?