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Chef des libyschen Militärgeheimdienstes durch Bombe im eigenen Auto in Bengasi getötet

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Chef des libyschen Militärgeheimdienstes durch Bombe im eigenen Auto in Bengasi getötet

Der Chef des libyschen Militärgeheimdienstes, Generalmajor Fauzi Mansuri, wurde bei der Explosion einer in seinem Auto angebrachten Bombe in Bengasi getötet. Das teilten die Behörden im Osten des Landes mit. Wer hinter dem Anschlag steht, ist bislang unbekannt.

Das Auto explodierte in der Nacht von Montag auf Dienstag im Viertel El-Huari, nahe der Sayyida-Aisha-Moschee im Stadtzentrum. Aufnahmen des brennenden Wagens tauchten auf Profilen und Plattformen aus Ostlibyen auf. Zwei Sicherheitsquellen bestätigten, dass Mansuri bei der Explosion ums Leben kam, nannten aber weder mögliche Hintermänner noch weitere Einzelheiten zum Sprengsatz.

Mansuri war 2024 zum Direktor des Militärgeheimdienstes ernannt und damals zum Generalmajor befördert worden. Anders gesagt: Ein Mann, der vor zwei Jahren auf diesen Posten gesetzt wurde, ist mit einer Bombe im eigenen Fahrzeug getötet worden, in der Stadt, die Sitz jener Macht ist, der er diente.

Wenn der Geheimdienstchef das Ziel ist

Die Behörden im Osten Libyens verurteilten den Mord und wiesen die zuständigen Organe an, die Umstände zu klären und die Verantwortlichen zu finden. Das ist der Satz, der immer gesagt wird. Die Frage ist, ob jemand gefunden wird, denn die Ermordung des Chefs des Militärgeheimdienstes ist kein gewöhnliches Verbrechen - es ist eine Botschaft an die Struktur, zugestellt in ihrer eigenen Stadt.

Libyen ist seit mehr als einem Jahrzehnt zwischen zwei Machtzentren geteilt, und der Sicherheitsapparat beider besteht aus Fraktionen, die einander nicht mögen müssen. Wenn das Ziel ein Mann ist, der Namen, Verbindungen und Geldflüsse einer Seite kennt, ist die Liste möglicher Auftraggeber nicht kurz - und genau deshalb kommt die Ermittlung selten zum Ende.

Eine Autobombe ist eine alte und wiedererkennbare Methode, auch auf dem Balkan. Sie hat überall dieselben zwei Eigenschaften: Sie tötet genau den Ausgewählten, und sie hinterlässt in aller Regel eine Ermittlung, die jahrelang niemanden benennt.