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Trump stieg vor den Kameras in die Air Force One - und wurde dann mit einem Essenslieferfahrzeug weggebracht

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Trump stieg vor den Kameras in die Air Force One - und wurde dann mit einem Essenslieferfahrzeug weggebracht

US-Präsident Donald Trump verließ die Türkei im vergangenen Monat heimlich mit einem Militärflugzeug, während das Weiße Haus behauptete, er fliege mit der Air Force One. Der Grund, laut einem amerikanischen Medium, das die Dokumente einsah: eine iranische Anschlagsdrohung.

Das Szenario ist fast filmreif. Trump stieg in Ankara vor laufenden Kameras in die alte, hellblaue Air Force One. Dann wurde er noch auf dem Flughafen mit einem Essenslieferfahrzeug zu einer kleineren Maschine gebracht, einer C-32A. Die alte Präsidentenmaschine startete als Köder - mit den Journalisten an Bord.

Die Journalisten flogen in einem leeren Flugzeug

Wer glaubte, mit dem Präsidenten zu fliegen, bekam die Anweisung, die Rollos an den Fenstern im Pressebereich herunterzulassen. Nicht nur die Journalisten - auch ein Teil des Personals des Weißen Hauses glaubte, Trump sei an Bord. Als sie später fragten, warum sie mit heruntergelassenen Rollos sitzen mussten, antwortete Trump, wohl weil der Flug gefährlich gewesen sei. Und fügte hinzu: „Aber wenn ich gehe, geht ihr auch. Oder?"

Die C-32A landete gegen 22:20 Uhr in Großbritannien, die alte Air Force One mit den Journalisten einige Minuten später. Wie genau Trump von der einen in die andere Maschine zurückkam - das bleibt unklar.

Drei Flugzeuge und eine Frage

Nach Ankara kam Trump mit der kürzlich renovierten Maschine, die Katar geschenkt hatte, und flog unerwartet mit der alten wieder ab. Das warf eine Frage auf, die größer ist als die Operation selbst: Wie sicher ist das neue Flugzeug? Es handelt sich um eine von Katar gespendete Boeing 747, von einem Rüstungsunternehmen umgebaut, nach Trumps eigenen Wünschen in Rot, Weiß, Dunkelblau und Gold lackiert. Sie sollte vorübergehend dienen, bis Boeing die neue Air Force One liefert - eine Lieferung, die sich um Jahre verzögert.

Aus dem Weißen Haus hieß es, Amerika habe viele Feinde, die den Präsidenten im Visier hätten, und man setze alle Mittel zur Abwehr dieser Bedrohungen ein. Das Pentagon schweigt bislang.

Eine solche Operation ist keine Premiere. Im Jahr 2000 reiste Bill Clinton mit einer unmarkierten Maschine nach Pakistan, während die offizielle Air Force One als Köder diente. Der Unterschied: Damals behauptete niemand in einem sozialen Netzwerk, er fliege die alte Maschine „der guten alten Zeiten wegen" - genau das schrieb Trump vor dem Start.

Die Mitteilung war also nicht bloß ein Versehen, sondern Teil der Tarnung. Die offene Frage ist einfach: Wenn der Sicherheitsdienst die Bedrohung für ernst genug hält, um den Präsidenten in einem Essenslieferfahrzeug zu verstecken, warum war derselbe Dienst bereit, die Journalisten in das Flugzeug zu setzen, das die Zielscheibe war?