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Mann aus Veles in Ohrid nach Anzeige wegen Vergewaltigung festgenommen: vier Stunden vom Schalter bis zu den Handschellen, dann kommt der schwere Teil

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Mann aus Veles in Ohrid nach Anzeige wegen Vergewaltigung festgenommen: vier Stunden vom Schalter bis zu den Handschellen, dann kommt der schwere Teil

Eine 21-jährige schwedische Staatsbürgerin kam zum Urlaub nach Ohrid. Die Nacht vom 8. auf den 9. August endete in einem Nachtclub. Am 10. August um 14:35 Uhr betrat sie die Regionalpolizei in Bitola und zeigte an, dass sie vergewaltigt worden sei. Vier Stunden später, um 18:30 Uhr, nahmen Beamte der Regionalpolizei Ohrid K.S. aus Veles fest.

Er befindet sich in Gewahrsam. Nach vollständiger Dokumentation des Falls kündigt das Innenministerium an, dass gegen ihn die entsprechende Anzeige erstattet wird.

Das sind die Fakten, und sie stehen bewusst so da - ohne Adjektive. Das Verfahren läuft, eine Anklage ist noch nicht erhoben, und ein Mensch hat das Recht auf die Unschuldsvermutung. Aber es gibt einen Teil dieser Geschichte, über den wir schon sprechen dürfen.

Vier Stunden von der Anzeige bis zur Festnahme

Sie zeigte es in Bitola an, die Festnahme erfolgte durch Ohrid, und dazwischen lagen etwa vier Stunden. Für eine Polizeireaktion in einem Fall, in dem der Verdächtige nicht auf frischer Tat ertappt wurde und das Opfer eine Ausländerin ist, die die Sprache nicht spricht, ist das schnell. Das gehört gesagt, denn wenn die Polizei langsam arbeitet, schreiben wir es jedes Mal.

Die Frage danach ist schwerer: Was passiert mit dem Fall, wenn er aus den Schlagzeilen verschwindet. Das ist der wunde Punkt jedes solchen Verfahrens in Makedonien - nicht die Festnahme, sondern das, was in den kommenden Monaten folgt, wenn niemand mehr fragt, wie weit es gediehen ist.

Der Ohrider Sommer und das, was nicht in die Werbevideos kommt

Ohrid wird in dieser Saison als europäisches Reiseziel verkauft - Konzerte, Clubs, ausländische Gäste, volle Hotels. Das stimmt und es ist gut für die Stadt. Aber ein Reiseziel mit Nachtleben trägt auch eine Pflicht, die in Werbebudgets selten auftaucht: die Fähigkeit, einen Gast um vier Uhr morgens genauso zu schützen, wie man ihn um zwölf Uhr mittags empfängt.

Ein Gast, der im Ausland eine Straftat anzeigt, hat eine zusätzliche Hürde, die ein Einheimischer nicht hat - die Sprache, ein unbekanntes System, ein Rückflug, der wartet. Wie viele solcher Anzeigen erreichen den Schalter überhaupt?

In diesem Fall erreichte sie ihn. Der Verdächtige ist in Gewahrsam, der Fall wird dokumentiert und läuft im regulären Verfahren weiter. Was die wahre Haltung der Institutionen zeigen wird, ist nicht die gestrige Mitteilung, sondern ob in sechs Monaten jemand sagen kann, in welcher Phase das Verfahren steckt - ohne dass ein Journalist danach fragen muss.