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Amerika verbietet Import von Robotern und Wechselrichtern aus China: ein Markt von 15.000 Maschinen im Jahr - und das Verbot kam vor dem Markt

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Amerika verbietet Import von Robotern und Wechselrichtern aus China: ein Markt von 15.000 Maschinen im Jahr - und das Verbot kam vor dem Markt

Die US-Telekommunikationsaufsicht hat am Dienstag den Import neuer humanoider Roboter, Roboterhunde und im Ausland gefertigter Wechselrichter untersagt. Formal ist der Grund die nationale Sicherheit. Praktisch trifft der Schlag in eine Richtung - China, das heute nahezu den gesamten Weltmarkt für diese Geräte hält.

Die FCC argumentiert, im Ausland gefertigte Geräte könnten ferngesteuert, von ausländischen Regierungen zur Überwachung genutzt oder in Cyberangriffe eingebunden werden. Die Kommission ließ auch eine Tür offen: Eine Ausnahme wird erteilt, wenn die Regierung urteilt, dass ein konkretes Gerät kein Risiko birgt. Wer dieses Urteil fällt und nach welchen Kriterien - das steht nicht da.

Die Zahlen machen den Fall interessanter, als er klingt. Humanoide Roboter sind vom Alltag noch weit entfernt - 2025 wurden weltweit rund 15.000 solcher Maschinen ausgeliefert, die meisten von den zwei größten chinesischen Herstellern. Washington verbietet also einen Markt, den es praktisch noch nicht gibt. Das ist keine Abwehr einer heutigen Bedrohung, sondern eine Positionierung, bevor diese Bedrohung eintrifft.

Wechselrichter sind eine ganz andere Geschichte. Sie sind Massenware - das Gerät, das die Solarmodule auf einem Dach mit dem Stromnetz verbindet. Die FCC präzisiert, bereits installierte Geräte seien nicht betroffen. Millionen amerikanischer Haushalte behalten also chinesische Wechselrichter in der Wand, und das Verbot gilt nur für die nächste Lieferung. Wenn das Risiko real ist - was machen wir mit der Technik, die schon drin ist?

Das Argument, das Washington nicht laut ausspricht

Die USA behaupten seit Jahren, China hacke amerikanische Unternehmen, um Daten zu stehlen, und bereite Cyberangriffe im Zusammenhang mit einer möglichen Invasion Taiwans vor. Doch der zweite Teil des Arguments ist anders und interessanter: Die amerikanische Seite sagt, schon chinesisches Eigentum sei Risiko genug, weil Peking ein Unternehmen zwingen könne zu spionieren oder seine Produkte aus der Ferne zu verändern. Im selben Text steht ein selten zitierter Satz - die US-Regierung hat ähnliche gesetzliche Befugnisse.

Das ist eine Reihe, kein isolierter Schritt. Das TikTok-Verbot, das die App in die Hände amerikanischer Investoren drückte, Verbote für ein breites Spektrum ausländischer Router, Sanktionen gegen die chinesischen Überwachungstechnik-Hersteller Hikvision und Dahua. Jeder Schritt wird mit Sicherheit begründet. Die Summe sieht nach Industriepolitik aus.

Peking reagierte über einen Sprecher des Außenministeriums, der ankündigte, China werde „alle notwendigen Maßnahmen” zum Schutz seiner Unternehmen ergreifen. Und Chinas Präsident Xi Jinping wird im September in Washington erwartet. Ein Staatsbesuch, mit einem solchen Verbot wenige Wochen zuvor auf dem Tisch - das ist eine Verhandlungsposition, kein Epilog.

Für Europa ist die Frage nicht, ob sich das wiederholt, sondern wann. Solar-Wechselrichter sind keine amerikanische Besonderheit - dieselbe chinesische Technik sitzt auf Dächern in der ganzen EU, auch in dieser Region. Geht Brüssel denselben Weg, zahlt die Rechnung nicht der chinesische Hersteller, sondern der Haushalt, der vor zwei Jahren Module montieren ließ, weil ihm versprochen wurde, dass sich das rechnet.