Taxameter wild manipuliert, Fahren ohne Lizenz: Sogar die Taxifahrer selbst wollen Ordnung im Chaos von Skopje
15.06.2026
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07.11.2025
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Wenn sich die reichsten Staaten der Welt an einen Tisch setzen, vernagelt der Gastgeber zuerst seine Schaufenster. Genf rüstet sich für eine Welle von rund 50.000 Demonstranten im Zusammenhang mit dem G7-Gipfel, der im französischen Évian stattfindet, etwa 50 Kilometer von der Stadt entfernt. Hunderte Luxusgeschäfte, Banken, Hotels und Läden haben ihre Schaufenster mit Sperrholz geschützt - ein Bild, das alles sagt, noch bevor der Protest beginnt.
Die Ironie ist dick. Frankreich erlaubte keine Demonstrationen in der Nähe des eigentlichen Gipfelorts, also leiteten die Organisatoren die Proteste in die benachbarte Schweiz um. Anders gesagt: Die Mächtigen treffen sich an einem Ort und schicken den Zorn in fremde Höfe. Das Zentrum von Genf befindet sich in höchster Alarmbereitschaft, und ab Montag wird der Flughafen zum Eingangspunkt für die Staatschefs und ihre Delegationen.
Die Angst ist nicht unbegründet. Die Stadt erinnert sich gut daran, was beim Évian-Gipfel 2003 geschah, als Proteste in Genf in Vandalismus, zerschlagenen Schaufenstern und Schäden in Millionenhöhe endeten. Deshalb geht man jetzt auf Nummer sicher - Sperrholz vor jedem Schaufenster, Polizei an jeder Ecke, die Stadt in eine Festung verwandelt, damit ein paar Staatschefs in Ruhe reden können.
Und hinter der ganzen Szene steht eine Frage, die der Balkan gut versteht. Wenn sich die Regierungen der Reichsten hinter vernagelten Fenstern und Polizeikordons vor den eigenen Bürgern verstecken müssen, was sagt das über die Kluft zwischen jenen, die entscheiden, und jenen, in deren Namen angeblich entschieden wird? Die G7 reden seit Jahren über Stabilität und Wohlstand, doch genau dieses Gespräch braucht jetzt eine Wand aus Sperrholz, um zu bestehen. Vielleicht ist das das ehrlichste Bild des Treffens - nicht das, was sie am Ende sagen, sondern die vernagelten Schaufenster vor dem Beginn.
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