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Drei Messer im Rucksack, zwei Meter von der Kronprinzessin entfernt: Was der Fall in Schweden offenlegt

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Drei Messer im Rucksack, zwei Meter von der Kronprinzessin entfernt: Was der Fall in Schweden offenlegt

Ein 73-jähriger Mann trat im Mai bei einer öffentlichen Veranstaltung auf Schloss Citadel an Schwedens Kronprinzessin heran, mit der Absicht, sie auf einen Cidre einzuladen. Klingt nach einer harmlosen Szene aus einem Land, dessen Königshaus stolz darauf ist, für jeden zugänglich zu sein. Dann öffnete der Sicherheitsdienst seinen Rucksack.

Darin fanden sie zwei Messer. Ein drittes trug er in der Tasche. Dazu unerlaubte Substanzen. Berichten zufolge fiel ihnen die Art auf, wie er sprach - die Beamten bemerkten, dass er sich in seinen eigenen Erzählungen verlor, und beschlossen nachzusehen. Mehr trennte eine Zeremonie nicht von etwas völlig anderem.

Die Verteidigung, die jeder versucht

Der Mann gab an, die Messer dienten der Reparatur eines Motors und er habe nichts von einem Waffengesetz gewusst. Er ist nicht der Erste, der es mit diesem Satz versucht, und nicht der Letzte. Das Gericht in Lund führt nun ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Gesetz über verbotene Gegenstände und wegen unerlaubter Substanzen. Eine Aktenprüfung ergab frühere Verurteilungen wegen geringfügigen Diebstahls und Verkehrsdelikten.

Keine Behörde hat bestätigt, dass der Mann Victoria schaden wollte. Er gesteht weder noch bestreitet er. Doch die offene Frage gilt nicht seiner Absicht, sondern dem System: Wie nah kann jemand mit drei Messern im Rucksack herankommen, bevor jemand auf die Idee kommt, diesen Rucksack zu öffnen?

Der Preis der Zugänglichkeit

Die skandinavischen Monarchien bauen seit Jahrzehnten ein Image der Normalität - Könige auf dem Fahrrad, Kronprinzessinnen in der Warteschlange. Eine schöne Geschichte, und teilweise wahr. Aber jede solche Veranstaltung ist auch eine offene Tür, und eine Tür unterscheidet nicht zwischen einem Mann, der einen Cidre spendieren will, und einem, der etwas anderes bei sich trägt.

Der unangenehmste Teil dieser Geschichte: Das System funktionierte nur, weil jemand auffälliges Verhalten bemerkte, nicht weil es eine Prozedur gab. Das ist keine Sicherheit, das ist Glück in Uniform. Und Glück wiederholt sich nicht nach Zeitplan.