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Gold auf Siebenwochenhoch: schwacher US-Arbeitsmarkt hebt das Metall über 4.300 Dollar

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Gold auf Siebenwochenhoch: schwacher US-Arbeitsmarkt hebt das Metall über 4.300 Dollar

Wenn die Welt Angst bekommt, kauft sie Gold. Diese Regel ist älter als alle Zentralbanken zusammen, und diese Woche hat sie sich erneut bestätigt - der Preis sprang auf den höchsten Stand seit sieben Wochen, das Wochenplus lag über 5 Prozent.

Der Spotpreis stieg auf rund 4.300 Dollar je Feinunze, den höchsten Stand seit Mitte Juni, und stabilisierte sich dann bei etwa 4.260 Dollar. Es war der vierte Tag in Folge mit Gewinnen. Auch US-Gold-Futures legten zu, auf über 4.320 Dollar.

Der Auslöser war keine dramatische Nachricht, sondern eine Zahl: schwächere US-Arbeitsmarktdaten als erwartet. Laut ADP-Bericht verlangsamte sich die Einstellung im Privatsektor im Juli deutlich, der größte Teil der neuen Stellen entstand im Gesundheitswesen.

Die Logik ist einfacher, als sie aussieht

Ein schwacher Arbeitsmarkt bedeutet weniger Druck auf die Fed, die Politik zu straffen. Sinken die Erwartungen teurerer Kredite, geben die Anleiherenditen nach. Und wenn Anleihen weniger bringen, ist Gold - das gar keine Zinsen zahlt - plötzlich keine schlechte Idee mehr. Laut CME FedWatch liegt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September bei rund 55 Prozent, nach 63 Prozent eine Woche zuvor.

Zusätzlichen Schub gab der schwächere Dollar. Der Dollarindex blieb nahe dem Zweimonatstief von 99,66 Punkten, nachdem die USA und Japan zur Stärkung des Yen intervenierten.

Positiv aufgenommen wurden auch Berichte, dass Iran und Oman kurz vor einer Vereinbarung zur Wiederöffnung der Straße von Hormus stehen, einem der wichtigsten Seewege für Öltransporte. Weniger Spannungen dort würden den Inflationsdruck bei Energiepreisen dämpfen.

Auch die anderen Edelmetalle legten zu - Silber um 1,3 Prozent, Platin um 0,5 Prozent, während Palladium leicht nachgab.

Trotz des Anstiegs lohnt eine Zahl zur Einordnung: Gold liegt weiterhin mehr als 20 Prozent unter dem Allzeithoch von 5.589 Dollar je Unze von Ende Januar. Das heißt: kein neuer Rekord, sondern Erholung nach einem Absturz. Der Unterschied zählt für jeden, der Schlagzeilen liest und denkt, er habe einen bereits abgefahrenen Zug verpasst.