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Nach dem Brand in Volkovo fordern die Anwohner keine weiteren Feuerwehrleute, sondern einen Rasenmäher: zwei Meter Gras neben Häusern

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Nach dem Brand in Volkovo fordern die Anwohner keine weiteren Feuerwehrleute, sondern einen Rasenmäher: zwei Meter Gras neben Häusern

Der Brand in Volkovo begann in einem kleinen Kanal. Der Wind erfasste die Bäume darüber, dann die trockene Wiese, dann das Haus. Das Haus brannte vollständig ab. Ein Feuerwehrmann erlitt Verbrennungen am Arm. Der Netzbetreiber schaltete die Stromversorgung in der Umgebung ab. Im Einsatz waren die Skopjer Feuerwehr, die Direktion für Schutz und Rettung sowie Luftunterstützung.

Während sie auf die Feuerwehr warteten, versuchten die Anwohner das Feuer selbst zu stoppen - mit Schläuchen, mit Schaufeln, mit Wasserkanistern. Auch ein Bagger kam. Das ist die Szene, bevor der Staat eintrifft: Nachbarn mit Eimern gegen Wind und trockene Vegetation.

Dann kam die Forderung, und die ist interessanter als der Brand

Unmittelbar nach dem Einsatz starteten die Anwohner in den sozialen Netzwerken eine Initiative für etwas Konkretes: gesetzliche Pflichten und Sanktionen für Eigentümer, die ihre Felder und Grundstücke nicht pflegen.

„Werden Sie ein Gesetz über nicht gepflegte Grundstücke beschließen? Wir leben umgeben von Bäumen, zugewachsenen Parzellen und Schrottfahrzeugen. Wir dürfen nicht einmal hineingehen und aufräumen. Jedes Jahr sagen wir dasselbe”, schrieb ein Anwohner.

Das Problem sei nicht nur Volkovo, sagen die Anwohner. Sie nennen auch Orman und die umliegenden Siedlungen, wo das Gras auf manchen Grundstücken zwei Meter erreicht. Zwei Meter trockenes Gras, im August, neben Häusern.

Der Vorschlag, der als Lösung schon existiert

Der präziseste Kommentar forderte keinen Appell, sondern einen Mechanismus: „Inspektoren sollen Bußgelder verhängen, aber wenn der Eigentümer nicht handelt, soll die Gemeinde über die kommunalen Dienste das Grundstück mähen und ihm die Kosten in Rechnung stellen. Letztes Jahr breitete sich das Feuer genau über solche zugewachsenen Flächen aus.”

Das ist ein Modell, das in vielen europäischen Gemeinden funktioniert - ausführen, dann abrechnen, statt auf einen Eigentümer zu warten, der im Ausland lebt und auf einen Bescheid reagieren soll. Es braucht kein neues Budget. Es braucht den Willen zur Umsetzung.

Ein anderer Anwohner sagte dasselbe kürzer: „Wie in Europa - Strafen. Wenn es ins Portemonnaie geht, dann gibt es Verantwortung.”

Jeden Sommer derselbe Satz

Lesenswert ist an dieser Geschichte nicht der Brand - Brände gibt es jeden Sommer, das Krisenzentrum zählt sie in Tagesberichten. Bemerkenswert ist, dass die Bürger keine neuen Flugzeuge und nicht mehr Feuerwehrleute fordern. Sie fordern, dass jemand das Gras mäht, bevor es brennt, und dass jemand zahlt, wenn er es nicht mäht.

Das ist die billigste Maßnahme der gesamten Brandschutzpolitik. Und die einzige, die jeden Sommer unerledigt bleibt, während Feuerwehrleute mit Verbrennungen an den Armen ihre Folgen löschen.