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Das Dorf auf dem Felsen über dem Atlantik, dessen Strände man zu Fuß erreicht, nicht mit dem Auto: das letzte Geheimnis der portugiesischen Küste

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Das Dorf auf dem Felsen über dem Atlantik, dessen Strände man zu Fuß erreicht, nicht mit dem Auto: das letzte Geheimnis der portugiesischen Küste

Es gibt Orte an der europäischen Küste, die alle Wellen des Massentourismus überstanden haben, schlicht weil niemand sich die Mühe machte, sie zu finden. Zambujeira do Mar ist einer davon - eine Handvoll weißer Häuser mit blauen Rändern, geklebt an einen Felsen über dem Atlantik, im südportugiesischen Alentejo.

Das Dorf liegt im Naturpark Südwest-Alentejo und Costa Vicentina, was bedeutet: Rundherum gibt es keinen Raum zum Bauen, und nichts, was nicht schon da ist, kann sich ausdehnen. Darunter liegt ein Strand mit goldenem Sand, den man über Holztreppen erreicht, und das Meer ist einer der begehrtesten Surfspots am Atlantik. Die rötlichen Felsen wechseln im Tagesverlauf die Farbe - keine Prospektformulierung, sondern eine Folge von Licht und Mineral.

Wer im August einen menschenleeren Ort erwartet, täuscht sich. In der Saison vervielfacht sich die Einwohnerzahl, und das Dorf nimmt einen Sommerrhythmus an - volle Terrassen, belebte Gassen, Küstenatmosphäre. Die übrigen Monate läuft es im Pausenmodus, und genau das ist der Grund, warum es sich lohnt.

Der Hauptstrand ist nicht der einzige. Entlang der Küste reihen sich Praia dos Alteirinhos, Praia de Nossa Senhora, Praia das Costas do Lajão, Praia da Baía da Arquinha, Praia do Tonel und Praia da Pedra da Bica. Einige sind Familienstrände, einige FKK, einige völlig wild, einige haben natürliche Becken. Die nächstgelegenen Perlen sind Praia do Cavaleiro, Praia da Amália und Praia do Carvalhal.

Was diese Küste von der spanischen oder italienischen unterscheidet: Die Strände sind durch Wanderwege verbunden, nicht durch Parkplätze. Der Strandweg ist 7,9 Kilometer lang, der Fischerweg 18,5 Kilometer und führt über hohe Klippen und versteckte Buchten nach Odeceixe. Für Menschen, die den Unterschied zwischen Urlaub und Tourismus kennen, ist das der ganze Punkt.

Im Dorf selbst verläuft ein Netz gepflasterter Gassen, die alle an einem Strand enden, und auf einem Hügel über dem Wasser steht die Kapelle Nossa Senhora do Mar - 1957 entworfen, 1966 geweiht, heute ein beliebter Punkt für den Sonnenuntergang. Die Küche diktiert das Meer: frischer Fisch und Meeresfrüchte, mit einigen guten Restaurants in der Straße Miramar.

Noch ein Detail für die Planung: Meo Sudoeste, eines der größten portugiesischen Musikfestivals, findet genau hier statt, und dann gleicht das Dorf sich selbst nicht mehr. In diesem Jahr pausiert es, die nächste Ausgabe ist für August 2027 angesetzt. Wer einen ruhigen Ort sucht, sollte dieses Datum umgehen.