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Google und SpaceX verhandeln über Rechenzentren im Orbit: 1,75 Billionen Dollar IPO drücken die Server in den Himmel

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Google und SpaceX verhandeln über etwas, das vor wenigen Jahren wie Science-Fiction geklungen hätte - Rechenzentren in den Orbit zu schicken. Laut einer Quelle des Wall Street Journal erwägen die beiden Unternehmen einen gemeinsamen Betrieb, der die Rechenkosten der KI-Ära mit einer völlig neuen Infrastruktur neu berechnen soll - oberhalb der Atmosphäre.

Das Timing ist kein Zufall. SpaceX bereitet sich auf einen IPO über 1,75 Billionen Dollar bis Jahresende vor, und orbitale Rechenzentren sind eine der Geschichten, mit denen Investoren eine Zukunftsvision verkauft wird. Elon Musk argumentiert seit Monaten, dass Arbeit im Orbit billiger sein wird als terrestrische Rechenzentren - sobald die Technologie reift - und dass sie lokale Proteste gegen Großanlagen am Boden ausschaltet.

Die Zahlen sprechen derzeit nicht für ihn. Bau und Start eines Satelliten sind weiterhin so teuer, dass Orbital-Computing wirtschaftlich gegenüber jedem gewöhnlichen Rechenzentrum auf der Erde sinnlos erscheint. Aber Musk und Google spielen auf lange Sicht - fallen die Startkosten (und genau das verspricht Starship), kann sich die Rechnung umdrehen.

Google setzt nicht alles auf eine Karte. Das Unternehmen verhandelt parallel mit anderen Launch-Firmen und hat bereits ein eigenes Projekt - Project Suncatcher, Ende vergangenen Jahres angekündigt, mit dem ersten Prototypsatelliten für 2027. Mit anderen Worten: Google tut, was es immer tut - parallele Verhandlungen mit allen Spielern, damit keiner es erpressen kann.

Es gibt noch eine Note - Anthropic schloss kürzlich einen Vertrag mit SpaceX, um Rechenressourcen aus dem xAI-Rechenzentrum in Memphis zu nutzen. Derselbe Kreis von Unternehmen mit derselben Endpointe: der Orbit.

Eine Geschichte zwischen Google und SpaceX gibt es bereits. Schon 2015 investierte Google 900 Millionen Dollar in SpaceX. Jetzt erweitern sie die Zusammenarbeit auf Niveaus, die vor zehn Jahren als theoretisch galten. Die Frage ist nicht „ob" - sondern „wann". Und wer die Energiekrise bezahlt, die folgen kann, wenn der Planet seine Server in den Himmel schickt.