Polizist schlug einen gefesselten Mann am Brunnen: Das Ministerium zeigte den eigenen Mann an - drei Monate später
09.08.2026
09.08.2026
09.08.2026
09.08.2026
09.08.2026
09.08.2026
09.08.2026
09.08.2026
08.08.2026
07.08.2026
09.08.2026
09.08.2026
08.08.2026
09.08.2026
09.08.2026
09.08.2026
09.08.2026
08.08.2026
07.08.2026
09.08.2026
09.08.2026
09.08.2026
09.08.2026
08.08.2026
08.08.2026
08.08.2026
07.08.2026
06.08.2026
23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Ein Monat. So lange haben die Menschen in Gostivar kein Trinkwasser aus dem Hahn. Nicht einen Tag, nicht eine Woche - einen Monat und länger. Und in diesem Monat war das Konkreteste, was sie bekamen, der Satz, die Lage sei „deutlich verbessert, aber es braucht Zeit”.
Stojanče Angelov, Leiter des Krisenstabs, erklärte, die Wasserqualität in Gostivar habe sich deutlich verbessert und die jüngsten Befunde seien weit besser als die vorherigen, doch es brauche Zeit, bis das Wasser als trinkbar eingestuft werden könne. Bis dahin bleibt es technisch nutzbar - zum Waschen, nicht zum Schlucken.
Die Zahl, die das ganze Gewicht der Geschichte trägt, ist eine andere: über 4.000 gemeldete erkrankte Bürger. Das ist keine Statistik für einen Bericht, das sind viertausend Menschen, die an etwas erkrankt sind, das 2026 in einer europäischen Stadt aus einem öffentlichen Wasserhahn kommt.
Es gibt auch einen positiven Trend. Klinikdirektor Emri Bajrami sagt, die Zahl der Patienten sei deutlich gesunken und auf der Infektionsstation seien nur noch zwei Fälle mit milden Symptomen stationär. Der Gesundheitsminister bestätigte, dass in den entnommenen Proben mehrere Bakterien und Viren nachgewiesen wurden, wobei die Befunde je nach Entnahmeort variierten.
Wer bezahlt Wasser, das man nicht trinken darf
Der Ombudsmann legte eine Empfehlung vor, die auch ohne jeden juristischen Kommentar einleuchtet: Die Bürger von Gostivar sollen für den Zeitraum, in dem das Wasser verunreinigt und nicht trinkbar war, von den Wasserrechnungen befreit werden. Er erinnerte daran, dass es einen Präzedenzfall gibt - in Struga hat der Gemeinderat für die Zeit der Verunreinigung genau eine solche Entscheidung getroffen.
Die Antwort der Gemeinde lautet, die Frage werde „geprüft”, sie steht aber noch nicht auf der Tagesordnung des Rates. Die Regierung hat außer der Bereitstellung von Trinkwasser keine weitere Hilfe geleistet.
Die Verunreinigung wurde Anfang Juli entdeckt und betraf rund 5.000 Menschen; danach wurde eine Epidemie ausgerufen. Drei Beschäftigte des kommunalen Versorgungsbetriebs wurden wegen des Verdachts einer schweren Umweltstraftat festgenommen. Der Ombudsmann kündigte zudem eine Untersuchung zur Sicherheit der Wasserquellen und zur Leistungsfähigkeit der öffentlichen Trinkwasserbetriebe an.
Und hier ist die Zahl, die den ganzen Fall am besten erklärt: Ein Wasserversorgungsprojekt im Wert von 7,2 Millionen Euro bleibt unvollendet und ist Gegenstand von Ermittlungen. Sieben Millionen Euro für ein System, das nicht funktioniert - und ein Einwohner, der weiterhin eine Rechnung für Wasser bekommt, das er nicht trinken darf. Wer wird dafür geradestehen - und wird es überhaupt jemand?
Der Präzedenzfall Struga zeigt, dass die Lösung für die Rechnungen existiert und kein neues Gesetz braucht. Sie braucht eine Entscheidung. Nach einem Monat ist die Frage nicht mehr technisch - sie lautet, ob die Gemeinde den Bürger für einen Schuldner oder für einen Geschädigten hält.
Die neuesten 10 Nachrichten aus dieser Kategorie
Ein alter französischer Weg, über den Armeen zogen, wird Wander- und Radweg. Doch der eigentliche Zweck ist prosaischer: Feuerwehrleute sollen...
Zweiundzwanzig Menschen aus Mazedonien und Albanien lernen, wie man die Gesundheit eines Gebirges misst. Ohne solche Daten lässt sich kein...
Zehn Namen, fünf Tage vor dem Ohrid-Abkommen. „Seit vierundzwanzig Jahren legen wir Blumen auf einem gewöhnlichen Seitenstreifen nieder”, sagt ein...
Gevgelija 34,8, Popova Šapka 19,8 - fünfzehn Grad Unterschied im selben Land, zur selben Stunde. Eine Hitzewelle trifft nicht alle...
Die türkischen Ärzte forderten den Lufttransport selbst an. Der Unterschied zwischen diesem Fall und jenen, die mit einer Spendensammlung enden,...
710 Meldungen in sechs Monaten. Doch die entscheidende Zahl ist eine andere: Von 40.000 registrierten Haushunden in Skopje sind nur...
Der Konvoi verließ die Kaserne Mirche Acev am 8. August 2001 und erreichte Tetovo nie. Ein Vierteljahrhundert später trägt eine...
Abgerissene Dächer, beschädigte Fassaden, überflutete Gebäude. Die Kommission tagte zweimal, das Gutachten ist nicht fertig, und eine Frist für die...
Offizielles Ziel ist die Beobachtung der Gämse. Der Direktor gibt offen zu, dass ein Teil der Kameras auch Menschen filmt...
Die Opposition spricht von Hepatitis, der Krisenstab verspricht nächste Woche, das Krankenhaus nennt saisonale Viren. Vier Geschichten über ein und...
Diese Seite verwendet Cookies - ist das okay? Mehr erfahren
Erfahre als Erster, wenn Metla etwas Neues startet
Hinterlasse deine E-Mail-Adresse und wir schreiben dir, wenn es einen neuen Ratgeber oder etwas Neues auf Metla gibt.