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Mazedonien sieglos bei der EM, während drei unserer Klubs auf die Europa-Auslosungen warten: heimischer Handball zwischen Mühe und Hoffnung

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Mazedonien sieglos bei der EM, während drei unserer Klubs auf die Europa-Auslosungen warten: heimischer Handball zwischen Mühe und Hoffnung

Mazedonien sieglos bei der EM: eine vierte Niederlage in Folge für die jungen Handballer

Die mazedonische U20-Handballmannschaft kassierte bei der Europameisterschaft in Rumänien einen weiteren Schlag - eine 28:24-Niederlage gegen Österreich in der Platzierungsrunde. Es ist die vierte Niederlage in Folge für das Team von Trainer Igor Ilievski, was bedeutet, dass alle Chancen auf eine bessere Platzierung bereits vertan sind. Der Lichtblick, so weit es einen gab, waren Popovski und Mateski mit je sechs Toren, aber das reichte nicht gegen einen gut aufgelegten Gegner. Unsere Auswahl kämpft weiter in der unteren Hälfte, um die Plätze 17 bis 24, nächster Gegner ist Lettland. Die Frage, die bleibt, ist nicht, warum ein Spiel verloren geht - sondern warum jüngere Generationen den Sieg auf der großen Bühne immer seltener kennen.

EHF veröffentlicht die Töpfe: Tikveš, Đorče Petrov und Vardar warten auf Rivalen

Morgen um 11 Uhr fallen in Wien die Auslosungen für einen Teil der europäischen Handballpokale, und drei mazedonische Klubs warten darauf, wen sie bekommen haben. GRK Tikveš spielt im EHF Europapokal der Männer aus dem ersten Topf, mit möglichen Rivalen wie Omonia (Zypern), Dubočica und Budvanska Rivijera aus der Region, oder Spor Toto aus der Türkei. Der Frauen-Meister Đorče Petrov geht in die Europäische Liga, wo unter den möglichen Gegnern auch Teams aus Kroatien, Serbien und Deutschland sind. ŽRK Vardar wiederum warten Rivalen aus dem zweiten Topf im Europapokal. Drei mazedonische Namen auf der europäischen Karte in einer einzigen Auslosung - eine Erinnerung, dass der heimische Handball trotz aller Mühen noch etwas jenseits der Grenzen zu zeigen hat.

Ohrid ohne eine seiner Säulen - geht nach Polen

Einer der wichtigsten Handballer Ohrids geht - er setzt seine Karriere beim polnischen Wisła Płock fort, einem Klub, der sich regelmäßig unter der europäischen Elite bewegt. Für den Spieler ist es ein Schritt nach oben, für Ohrid - eine Lücke, die sich nicht leicht füllen lässt. Das ist die Geschichte, die der mazedonische Handball seit Jahrzehnten lebt: Sobald sich jemand zu Hause beweist, holen ihn ausländische Klubs mit dickeren Budgets weg. Man kann es den Spielern kaum verübeln - wo sollen sie bleiben, wenn die Bedingungen unvergleichbar sind? Aber jeder solche Abgang ist eine weitere Erinnerung daran, wie schwer es ist, dauerhaften Erfolg aufzubauen, wenn die Besten ständig gehen.

Die Nachbarn als Gastgeber: die M20-Meisterschaft wird in Priština gespielt

Während die Unseren in Rumänien spielen, brodelt in der Nachbarschaft Handball von anderem Kaliber. Priština ist Gastgeber der Männer-20-EHF-Meisterschaft - zwei parallele Turniere mit je sechs Nationalmannschaften, die am 12. Juli begannen und mit dem Finale am 19. Juli enden. Im ersten kämpfen Italien, Montenegro, die Niederlande, Estland, Georgien und Gastgeber Kosovo, und im zweiten die Slowakei, Luxemburg, Großbritannien, Finnland, Belgien und Bulgarien. Die Region ist gut vertreten - Montenegro, Bulgarien, Kosovo als Gastgeber. Der Handball auf dem Balkan lebt, die Frage ist nur, warum manche Nachbarn zu organisieren und bei diesen Turnieren zu kämpfen wissen, während bei uns die junge Generation die vierte Niederlage in Folge einfährt.

Prolet zieht sich aus der Super-Liga zurück - der Sponsor hat entschieden

Und eine Nachricht, die mehr über den Zustand des heimischen Sports sagt als über Ergebnisse: Prolet blieb ohne Generalsponsor und zog sich aus der Super-Liga zurück. Keine Niederlage auf dem Feld, sondern eine leere Kasse - der Grund, der bei uns öfter entscheidet als jeder Gegner. Klubs kommen und gehen, je nachdem, ob jemand die Tasche öffnet, nicht danach, wie gut sie spielen. Wie viele talentierte Spieler gingen über die Jahre verloren, nicht weil sie nicht gut genug waren, sondern weil der Klub sie schlicht nicht bezahlen konnte? Handball braucht eine Halle, einen Ball und Willen - aber ohne Geld hält nicht einmal der Wille lange.