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Eine Stunde Regen und Bitola steht wieder unter Wasser: Das Problem sind nicht die Wolken, sondern die Entscheidungen, die nie fallen

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Eine Stunde Regen und Bitola steht wieder unter Wasser: Das Problem sind nicht die Wolken, sondern die Entscheidungen, die nie fallen

Eine Stunde Regen. Mehr brauchte es nicht, damit sich Bitola wieder in eine Stadt unter Wasser verwandelt. Überflutete Häuser, Höfe und Nebenräume in neun Straßen, Flüsse, die durch die Stadt strömen, Schlamm, der in die Wohnungen dringt. Und wieder dasselbe Bild: Die Dienste reagieren, wenn das Wasser schon drinnen ist, nicht davor.

Ein Wolkenbruch traf Bitola am Vorabend, zwischen 20:40 und 21:40 Uhr. Meldungen über überflutete Objekte kamen aus den Straßen Prilepska, Gjorche Petrov, Partizanska, Krste Nale, Kosta Abraschewik, Dame Gruev, Crvena Voda, Tschede Filipovski-Dame und Mirche Acev. Die Teams des kommunalen Betriebs „Niskogradba”, zusammen mit den anderen kommunalen Diensten und der Territorialen Feuerwehreinheit, rückten aus, um die Schächte zu reinigen und das Wasser abzupumpen.

Das Problem ist nicht der Regen. Das Problem ist ein System, das nicht funktioniert.

Experten und lokale Politiker wiesen darauf hin, dass die Überschwemmung keine Naturkatastrophe ist, sondern das Ergebnis systemischer Versäumnisse bei der Stadtplanung und der Instandhaltung der öffentlichen Infrastruktur. Die Regenwasserkanalisation ist unzureichend und braucht eine dringende Überprüfung. Der Umbau der Debarska-Straße erzeugt Ablagerungen, die die Kanäle verstopfen. Der jahrelange Umbau der Kozara-Straße destabilisiert das Gelände und erschwert die Entwässerung. Unvollendete Projekte, schlecht gewartete Schächte - und da ist das Ergebnis beim ersten ernsteren Regen.

Gabriela Ilievska von der Bewegung „Vredi” kritisierte Bürgermeister Toni Konjanovski für einen oberflächlichen Umgang mit der Arbeit vor Ort. Besonders hob sie die Ausschreibungsausgabe von vier Millionen Denar für Bewirtungsleistungen hervor - während die Infrastruktur verfällt. Die Prioritäten sind klar, sie sind nur nicht dort, wo sie sein sollten.

Es ist nicht das erste Mal, dass Bitola ertrinkt, und es wird nicht das letzte sein. Jeder ernstere Regen offenbart dasselbe: eine Stadt ohne funktionierendes Entwässerungssystem und eine Verwaltung, die mit Abpumpen reagiert, nicht mit Planung. Wie oft muss sich dasselbe Bild wiederholen, bis jemand begreift, dass das Problem nicht die Wolken sind, sondern die Entscheidungen, die seit Jahren nicht fallen?