Skip to content

Kanada sagt Trump: Die enge Beziehung zu den USA ist eine Schwaeche, keine Staerke

1 Min. Lesezeit
Teilen

Der kanadische Premierminister Mark Carney sagte, was viele Laender denken, aber nicht auszusprechen wagen: Die enge Beziehung zu den USA ist kein Vorteil, sondern eine Schwaeche. In einer zehnminuetigen Videoansprache kuendigte Carney das Ende der Aera kanadischer Abhaengigkeit von Washington an.

"Hoffnung ist kein Plan, und Nostalgie ist keine Strategie", sagte Carney. Die Worte zielen auf Trumps Zoelle, die kanadische Arbeiter im Automobil- und Stahlsektor getroffen haben. Unternehmen verschieben Investitionen, und Unsicherheit ist zur neuen Normalitaet geworden.

Carneys Plan ist ambitioniert: Anziehung neuer auslaendischer Investitionen, Verdoppelung der sauberen Energiekapazitaet, Erhoehung der Verteidigungsausgaben, Steuersenkungen und Verbesserung der Wohnungserschwinglichkeit. Eine Liste, die wie ein Wahlprogramm klingt - aber von einem Premierminister kommt, der gerade eine Mehrheit bei Sonderwahlen gewonnen hat.

Kanada ist kein kleines Land - es ist der groesste Handelspartner der USA und eine der groessten Energiequellen fuer Amerika. Wenn ein solches Land einen "strategischen Schwenk" ankuendigt, ist die Botschaft, dass Trumps wirtschaftliche Aggression beginnt, selbst die engsten Verbuendeten zu erschoepfen.

"Die Welt ist gefaehrlicher und gespaltener geworden", sagte Carney. Die kanadische Opposition fordert neue Handelsabkommen mit Washington. Aber Carney signalisiert, dass die Zeit des Bettelns vorbei ist. Ob das wirklich so ist, oder ob dies nur eine neue Art des Verhandelns ist - bleibt abzuwarten.