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Kruševo mit 34 Litern Regen in 24 Stunden - viermal mehr als die Nachbarn. Das Klima, das keine Präzedenzfälle kennt, ist die neue Normalität

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Kruševo mit 34 Litern Regen in 24 Stunden - viermal mehr als die Nachbarn. Das Klima, das keine Präzedenzfälle kennt, ist die neue Normalität

In der vergangenen Nacht zwischen dem 28. und 29. Mai stand Kruševo an der Spitze der Niederschlagsstatistik in Mazedonien. In 24 Stunden wurden 34 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen - dazu Unwetter, Hagel und Stürme, die die Stadt am Morgen trafen. Neben dem Regen verbreiteten sich in den sozialen Netzwerken Aufnahmen von Straßen unter anhaltendem Regen und dunklen Wolken, die seit den frühen Morgenstunden über der Stadt hingen.

Der Vergleich mit dem Rest des Landes macht die Zahl noch spektakulärer. In Pozharane gab es 8 Liter, in Vinica 6, in Prilep 4. Skopje, Tetovo, Bitola, Mavrovi Anovi, Kriva Palanka - alle bei 1-3 Litern. Wenn eine Stadt viermal mehr Regen bekommt als ihre Nachbarn, ist das keine statistische Schwankung. Das ist ein lokales Extremereignis.

Der Hydrometeorologische Dienst kündigt an, dass das instabile Wetter bis ins Wochenende anhält, beeinflusst von einer neuen Zyklonaktivität. Lokale Schauer, Gewitter und starker Wind - mögliche kurze, aber intensive Phänomene im ganzen Land. Mit anderen Worten, was in Kruševo passiert ist, kann sich wiederholen, oder anderswo auftreten.

Für Balkan-Leser, die seit fünf Jahren mit einem Klima leben, das keine Präzedenzfälle kennt, ist das keine Überraschung. 34 Liter an einem Tag war in den 80ern eine Menge, die als außergewöhnlich galt. Jetzt ist es eine Zahl, die mehrmals pro Jahr auftauchen wird. Die Frage, die die lokalen Gemeinden beantworten müssen, ist nicht mehr „ob", sondern „wann" - und ob die Entwässerungsinfrastruktur überhaupt für das gewappnet ist, was da kommt.