Skip to content

Kumanovo bekommt drei Feuerwehrfahrzeuge aus Tirol: das österreichische Modell mit Freiwilligen Feuerwehren wird leise übertragen

1 Min. Lesezeit
Teilen
Kumanovo bekommt drei Feuerwehrfahrzeuge aus Tirol: das österreichische Modell mit Freiwilligen Feuerwehren wird leise übertragen

Die territoriale Feuerwehreinheit in Kumanovo hat eine Spende von drei Feuerwehrfahrzeugen aus dem österreichischen Bundesland Tirol erhalten. Das ist die Fortsetzung der Partnerschaft, durch die Kumanovo schon im letzten Jahr ein modernes Feuerwehrfahrzeug mit hydraulischer Schaufel von 32 Metern bekam. Das österreichische Modell der Zusammenarbeit mit Freiwilligen Feuerwehren wird hier Schritt für Schritt übernommen, und nach den bisherigen Partnerschaftsprojekten - es funktioniert offenbar.

Bürgermeister Maksim Dimitrievski teilte mit, dass Vertreter der TPPE und der Freiwilligen Feuerwehrgesellschaft eine fünftägige Ausbildung in Tirol absolviert haben. Themen: Bekämpfung von Bränden im Freien und Höhenrettung. Zwei praktische Module, die in den Bergregionen jede Saison kritisch werden.

Der Kontext ist wichtig. Kumanovo wurde als Pilotgemeinde in der Reform des Brandschutzsystems ausgewählt, die nach österreichischem Modell aufgebaut wird - mit klarem Schwerpunkt auf Freiwilligen Feuerwehrgesellschaften. Das ist ein bedeutsamer struktureller Wandel. Mazedonien arbeitet seit Jahrzehnten mit staatlich bezahlten Feuerwehreinheiten, die unzureichend ausgerüstet und personell dünn sind. Das österreichische Schema stützt sich auf die Koordination zwischen bezahlten Einheiten und ausgebildeten Freiwilligen - ein Modell, das die Kapazitäten ohne enormen Budgetschlag vervielfacht.

Die Frage ist, ob das Modell ausgeweitet wird. Kumanovo ist der Pilot, aber andere Gemeinden zeigen kein vergleichbares Interesse an einer Reform dieser Art. Ohne breitere Anwendung wird jede weitere Spende aus Tirol nützlich für Kumanovo sein, aber lokale Nachricht bleiben. Wenn das Modell in Kumanovo Erfolg hat, müssen andere Bürgermeister erklären, warum sie warten. Und wenn ein Brand im nächsten Jahr in einem Ort ohne ausgebildete Freiwillige ausbricht, lautet die Frage nicht „warum Kumanovo zuerst", sondern „warum waren die anderen die Letzten".