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Filipče ruft zu neuer Oppositions-"Front für Freiheit und Gerechtigkeit" auf: neuer Name für eine alte Opposition?

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Filipče ruft zu neuer Oppositions-"Front für Freiheit und Gerechtigkeit" auf: neuer Name für eine alte Opposition?

SDSM-Chef Venko Filipče ruft die Bürger auf, der neu gegründeten Oppositionskoalition beizutreten - der „Front für Freiheit und Gerechtigkeit". Den Aufruf richtete er auf dem NSDP-Kongress an Parteien, zivilgesellschaftliche Organisationen, Aktivisten, Intellektuelle, Jugendliche, Studenten und Rentner.

Die Rhetorik war scharf. Filipče bezeichnete die amtierende Regierung als „kriminell" und behauptete, das Land sei gekapert und die Institutionen dienten den Interessen einer Partei statt der Bürger. Die „Front für Freiheit und Gerechtigkeit" soll eine breite Plattform sein, die alle Gegner der aktuellen Macht vereint.

Doch zur Erinnerung: Es ist dieselbe SDSM, die bis vor Kurzem regierte. Dieselben Gesichter, die acht Jahre lang den Staat führten, präsentieren sich nun als Alternative zu Zuständen, die sie selbst geschaffen oder nicht gelöst haben. Das Gerede vom „gekaperten Staat" klingt vertraut - genau diese Formel benutzte die VMRO-DPMNE gegen sie.

Ein konkretes Programm lieferte Filipče nicht, nur den Aufruf zur Einheit gegen die Regierung. Keine Details, was die „Front" anders machen würde, welche Wirtschafts- oder Sozialpolitik sie verfolgt, oder wie sie die bei der letzten Wahl verlorenen Wähler zurückgewinnen will.

Die Frage, die bleibt: Bringt ein neuer Name auch neue Substanz? Die Opposition darf sich neu erfinden, aber die Wähler haben diese Gesichter schon an der Macht gesehen. „Front für Freiheit und Gerechtigkeit" klingt gut auf dem Papier - doch der Balkan ist voll von solchen Fronten, Plattformen und Bündnissen, die gleich nach der Wahl zerfallen.