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Lauren Bacall mit 20 im beigefarbenen Wollkostüm, Humphrey Bogart mit 45 mit Martini und geflüstertem „Oh, baby" - Hochzeit am 21. Mai 1945

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Am 21. Mai 1945 - vor genau 81 Jahren - heirateten der Hollywoodstar Lauren Bacall mit 20 und Humphrey Bogart mit 45 auf der Malabar Farm in Ohio, einem Landgut mit 20 Zimmern, das dem Schriftsteller Louis Bromfield gehörte. Eine ungewöhnliche Hochzeit für die 1940er - in einer Zeit, in der sich Hollywood überwiegend als Glamour präsentierte, nicht als Stille.

Bacall brach mit der Tradition - statt eines weißen Brautkleids trug sie ein beigefarbenes Wollkostüm mit geometrischen Schultern. Die Wahl war kein feministisches Statement, sondern Pragmatismus - die Kriegswirtschaft und das Tempo des Paares zwangen sie, auf Zeremoniekram zu verzichten. Dazu trug sie einen schlichten Strauß weißer Blumen und ihre charakteristische Frisur mit scharfem Mittelscheitel.

Laut Life trank Bogart vor dem Eheversprechen einen Martini und flüsterte seiner Braut „Oh, baby" zu. Dieses eine „Oh, baby" gehört bis heute zu den meistzitierten Hollywood-Hochzeitsmomenten - nicht wegen der Romantik, sondern wegen des Stils eines Mannes, der natürlich blieb, wo die meisten Männer zu Schauspielern werden.

Das Paar lernte sich 1944 am Set von „To Have and Have Not" kennen - sie 19, er 44. Bacall gestand später: „Ich denke oft, wie viel Glück ich hatte. Ich kannte alle, die es wert waren zu kennen - weil ich mit ihm verheiratet war." Sie hatten zwei Kinder, Stephen und Leslie, und blieben 12 Jahre verheiratet, bis Bogart 1957 an Speiseröhrenkrebs starb.

Für alle, die heute eine Hochzeit planen und Stil über Tradition stellen - Lauren Bacall ist die Urvorlage. Kein Kleid, das nach der Feier in einer Schachtel landet. Keine Symbole, die für ein Foto gekauft werden. Eine Hochzeit für zwei konkrete Menschen, gefärbt von einem konkreten Moment in einer konkreten Zeit - dem Kriegsjahr 1945, in dem weiße Seide jenen vorbehalten war, die das Geld dafür hatten.