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Skopjes Feuerwehr mit 213 Feuerwehrleuten für eine Stadt von einer halben Million - 171 fehlen zum Gesetz, das ist Ihr „Schutz" vor dem Sommer

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Skopjes Feuerwehr - Verteidiger einer Stadt mit fast einer halben Million Einwohnern - arbeitet derzeit mit 213 Feuerwehrleuten. Nach der gesetzlichen Norm für eine Stadt dieser Größe müssten es 384 sein. Die Lücke von 171 Feuerwehrleuten ist real und kein Ergebnis eines vorübergehenden Personalengpasses - es ist ein chronisches Defizit, das sich seit Jahren hinzieht.

Brigadenkommandant Zvonko Tomevski sprach am gestrigen Tag der Feuerwehr zum ersten Mal offen darüber. „Der Personalmangel ist chronisch. Die neueste Generation hat jetzt 20 neue Beschäftigte, die noch umgeschult und ausgebildet werden müssen", sagte er. Diese Formulierung zeigt: Auch das Management der Feuerwehr räumt ein, dass 20 Neue in einem Generationenzyklus die strukturelle Lücke nicht schließen.

Bürgermeister Orce Gjorgjievski erklärte, die Ausrüstung werde erneuert. Ein neues Löschfahrzeug und zwei Tankfahrzeuge sind gekauft und bereits im Einsatz. Das ist relevant. Aber Ausrüstung ohne Personal zum Bedienen bleibt stehen. In großen Teilen der Stadt ist die tatsächliche Reaktionszeit immer noch länger, als das Gesetz zulässt.

Die Behörden kündigen die Bildung eines Brandschutz-Krisenstabs vor dem Sommer an - eine gemeinsame Koordinierung der Gemeinden für mögliche Waldbrände. Strategisch sinnvoll, aber das ändert nichts an der Grundrechnung. Fahrzeuge auf dem Papier sind nicht dasselbe wie Fahrzeuge mit ausreichend Personal.

Die offene Frage - die voraussichtlich beim ersten ernsten Brand dieses Jahres beantwortet wird - ist, ob der Mut und der Einsatz der bestehenden 213 Feuerwehrleute reichen. Das kann keine langfristige Strategie sein. Die Balkan-Kultur hat diese schlechte Angewohnheit: das Heldentum derer zu feiern, die unter unmöglichen Bedingungen arbeiten müssen, statt die strukturellen Lösungen einzufordern, die ihr Opfer unnötig machen würden.