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Prinz William mit unterdrückten Tränen in der VIP-Loge Istanbuls - seine Aston Villa nach 44 Jahren mit einer europäischen Krone

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Englands Prinz William reiste zum Finale der Europa League nach Istanbul und sah aus nächster Nähe den 3:0-Sieg von Aston Villa gegen Freiburg. Anfangs sichtbar angespannt und verkrampft, brach er nach dem Tor von Youri Tielemans in der 41. Minute in Euphorie aus. Es war der erste europäische Pokal des Vereins seit 44 Jahren und der erste Europa-League-Triumph seines Lebens - er wurde 1982 geboren, im selben Jahr, in dem Villa zuletzt einen europäischen Pokal hob.

William wählte den Verein mit 17 bewusst, anders als andere junge Engländer, die sich für Manchester United oder Chelsea entscheiden. Er wollte, wie er erklärt, „ein Mittelfeldteam, das Momente großer emotionaler Intensität bot, nicht eine ganze Saison sicherer Siege". Der 1874 gegründete Verein steht für authentischen englischen Fußball - jene Variante, die es vor dem Marketing und vor Stadien als Themenparks gab.

Nach dem Spiel begrüßte der Prinz die Spieler und den spanischen Trainer Unai Emery und schrieb in den sozialen Medien: „Was für ein Abend! Riesige Glückwünsche an alle Spieler, das Team und alle, die mit dem Verein verbunden sind." Man sah ihn mit dem Handy filmen, jubeln, lachen und in der Loge gemeinsam mit anderen Fans feiern - ohne Zeremoniell, ohne Zwang, wie ein ganz normaler Zuschauer mit besonderem Platz.

Für ein Balkan-Publikum, das im englischen Fußball vor allem die Premier League verfolgt, ist das eine Erinnerung daran, dass selbst Menschen mit höchsten Titeln einen Mittelfeldklub mit Leidenschaft unterstützen können. Unai Emery holte seinen fünften Europa-League-Titel - ein Rekord, den wohl niemand mehr erreichen wird.