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Ronaldo: „Ich gehe nicht jeden Tag mit Leidenschaft ins Fitnessstudio, ich gehe aus Pflichtgefühl" - Experten sind uneins, ob das die Lehre oder die Falle ist

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Die Aussage von Cristiano Ronaldo über seinen Trainingsansatz hat die sozialen Medien entzündet. „Ich gehe nicht jeden Tag mit Leidenschaft ins Fitnessstudio, ich gehe aus Pflichtgefühl. Es gibt bessere und weniger gute Tage...", sagte der portugiesische Fußballer. Die Botschaft ist klar - Pflichtgefühl zählt mehr als tägliche Motivation. Ob das ein universell guter Rat ist, darüber sind sich Experten nicht ganz einig.

Trainerin Andrea de Ayala unterscheidet zwischen dem Schwänzen eines Trainings und dem Zuhören gegenüber dem Körper. Gelegentliche Ruhetage (ein bis zwei pro Woche aus legitimen Gründen) sind Teil des Trainings - die Gefahr beginnt, wenn Ruhe zur Routine wird und Ausreden sich vermehren. „Es ist leichter, müde zu leben, als sich selbst zu fordern", sagt sie.

Die Frage, die der Artikel zu beantworten versucht, ist einfach: Sollten Menschen ihrer Stimmung folgen oder Disziplin halten? Sitzende Menschen und solche, die in Form bleiben, unterscheiden sich grundlegend - nicht im Talent, sondern im Verhältnis zur Unannehmlichkeit. Hier beginnt und endet jedes Fitnessprogramm.

Echter Fortschritt verlangt, Anstrengung zu akzeptieren und reale körperliche Bedürfnisse zu respektieren - die Balance zwischen Selbstachtung durch Pflichtgefühl und Selbstfürsorge durch bewusste Erholung. Ronaldo hat eine Hälfte dieser Balance ausgesprochen - die interessantere. Die andere Hälfte erfordert persönliche Ehrlichkeit gegenüber den eigenen falschen Ausreden.