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Leiche im Koffer in Bogotá, und der Verdächtige behauptet: „Ich habe England gegen Kroatien in einem irischen Pub geschaut"

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Leiche im Koffer in Bogotá, und der Verdächtige behauptet: „Ich habe England gegen Kroatien in einem irischen Pub geschaut"

Manche Alibis klingen so absurd, dass sie fast Aufmerksamkeit verdienen - dieses gehört vielleicht dazu. Ein wegen Mordes in Kolumbien Verdächtigter behauptet, er habe im Moment der Tat in einem irischen Pub Fußball geschaut.

Die Leiche der 36-jährigen Natalia Villalba wurde in einem Koffer in Bogotá gefunden. Laut Ermittlung wurde sie am 18. Juni in einer Wohnung im Viertel Chicó getötet, zu Tode geprügelt und dann in den Koffer gelegt, um die Tat zu verbergen. Verdächtig ist der 46-jährige Brite Matthew Ashley Foster-Smith, festgenommen am internationalen Flughafen von Quito, Ecuador, nach einer Red Notice von Interpol und mit Hilfe der britischen Polizei.

Sein Alibi ist genau das, was die Geschichte unglaublich macht: „Ich habe das Spiel England gegen Kroatien auf einer Großleinwand in einem irischen Pub geschaut", behauptete er. Das Spiel fand tatsächlich statt - am 17. Juni in Dallas, bei der Weltmeisterschaft. Am Tag vor seiner Festnahme meldete sich der Verdächtige Berichten zufolge bei einem britischen Boulevardblatt und wiederholte dieselbe Geschichte, und gerade über diese Telefonate orteten ihn die Behörden.

Hinter dem bizarren Fußball-Detail steckt ein dunklerer Hintergrund - Foster-Smith war bereits 2023 wegen Stalkings verurteilt worden und stand unter gerichtlichen Beschränkungen. Der Fall ist eine Erinnerung daran, dass Gewalt selten aus dem Nichts kommt; meist hinterlässt sie lange vor der letzten, schwersten Tat eine Spur. Die Frage, die sich in solchen Geschichten immer wiederholt, ist dieselbe: Wenn das System wusste, dass jemand gefährlich ist, warum tat es nicht mehr, bevor es zu spät war?