Zweiundfünfzig Brände an einem Tag: Das Feuer erreichte die Häuser in Bogomila, drei Löschflugzeuge für das ganze Land
14.08.2026
14.08.2026
14.08.2026
14.08.2026
14.08.2026
14.08.2026
14.08.2026
14.08.2026
14.08.2026
14.08.2026
14.08.2026
14.08.2026
13.08.2026
14.08.2026
14.08.2026
14.08.2026
14.08.2026
13.08.2026
12.08.2026
14.08.2026
14.08.2026
14.08.2026
14.08.2026
14.08.2026
13.08.2026
14.08.2026
13.08.2026
12.08.2026
14.08.2026
12.08.2026
10.08.2026
23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Sechzig Sekunden im Eiswasser am Morgen. Das ist das Ritual, mit dem Barcelona-Spieler Ferran Torres den Tag beginnt - und zu dem die Neurowissenschaft inzwischen mehr zu sagen hat, als der Fitnessindustrie lieb wäre.
„Ich stecke den ganzen Körper eine Minute ins kalte Wasser, weil das ein Weg ist, besser mit Stress umzugehen. Außerdem hilft es dir zu aktivieren und Energie zu bekommen”, erklärte er im Podcast Miobio. Nach dem Training taucht er die Beine acht bis zehn Minuten ein, und am Nachmittag beendet er die Sauna mit einer weiteren Minute kaltem Wasser. Während er drin ist, arbeitet er an der Atmung und an Visualisierung - der Kopf hat also eine Aufgabe, während der Körper unter Stress steht.
Die Neurowissenschaftlerin Nicola Vignola beschreibt kaltes Wasser als „einen der einfachsten Wege, sich etwas sehr, sehr Schwerem auszusetzen”. Der Mechanismus ist direkt: Registrieren die Hautrezeptoren einen abrupten Temperaturabfall, erreicht das Signal das Gehirn, das sympathische Nervensystem wird aktiviert und die Ausschüttung von Noradrenalin steigt - einem Stoff, der mit Aufmerksamkeit und Aktivierung zusammenhängt.
Ihr Hauptargument ist interessanter als das kalte Wasser selbst: „Betrachtet man die dopaminerge Aktivität, lautet die Grundregel: Es muss Anstrengung geben, damit es Belohnung gibt.” Anders gesagt: Die Zufriedenheit nach dem Aussteigen kommt nicht vom Wasser, sondern davon, etwas Unangenehmes absichtlich getan zu haben. Dieser Mechanismus funktioniert auch außerhalb der Wanne.
Was die Zahlen zeigen
Ein systematischer Review mit Metaanalyse in PLOS One umfasste elf Studien mit 3.177 gesunden Erwachsenen, die in Wasser von 15 Grad oder kälter eintauchten, zwischen dreißig Sekunden und zwei Stunden lang. Der Befund: eine deutliche Stressreduktion zwölf Stunden nach der Exposition. Nicht sofort. Und nicht nach 24 oder 48 Stunden. Einige Studien verzeichneten auch eine bessere Schlafqualität, doch die Autoren warnen selbst, dass die Evidenz noch begrenzt ist.
Vignola spricht auch über die sogenannten Kälteschockproteine, besonders RBM3, das wegen einer möglichen Rolle beim Erhalt und der Erneuerung neuronaler Verbindungen erforscht wird. Die Ergebnisse sind vielversprechend - bei Tieren. Beim Menschen ist die Datenlage dünn, und das verschweigt sie nicht.
Wo die Geschichte endet
Ein abruptes Eintauchen in sehr kaltes Wasser kann eine Kälteschockreaktion auslösen - unwillkürliches Einatmen und beschleunigte Atmung bis zur Hyperventilation. Kälte verändert auch den Blutfluss, weshalb Menschen mit Herzproblemen zuerst den Arzt fragen sollten. Empfohlen wird schrittweise Gewöhnung mit kurzen Expositionen und weniger extremen Temperaturen. Und eine Regel, über die nicht verhandelt wird: im offenen Wasser niemals allein.
Was man aus alldem behalten sollte, ist nicht, dass kaltes Wasser ein Wunder ist. Sondern dass die Belohnung aus der Anstrengung kommt - eine Lehre, die weder Wanne noch Eis braucht.
Die neuesten 10 Nachrichten aus dieser Kategorie
Ein spanischer Koch gibt die Garnelenschalen zurück ins Wasser und kocht alles andere darin. Der billigste Teil des Tellers macht...
Wenn der Mond die Sonne verdeckt, weiten sich die Pupillen und mehr Strahlung dringt ein. Genau dann, wenn es am...
Mineralien verbessern die Aufnahme, Ballaststoffe geben das Wasser allmählich frei. Der Entsafter entfernt sie - und damit einen großen Teil...
Eine Emotion im Kopf ist ein ungeordneter Knäuel. Sprichst du sie aus, muss sie ein Satz werden - und ein...
Warme Kartoffeln saugen die Flüssigkeit auf, kalte tragen sie nur an der Oberfläche. Wenn man sich hinter keiner Sauce verstecken...
Dieselbe Tabelle mit demselben Gewicht, Monat für Monat, hört irgendwann auf, eine Anforderung an den Körper zu sein. Die Lösung...
Warme Kartoffeln, nicht kalte. Wer Ihnen gesagt hat, der Salat müsse zuerst im Kühlschrank auskühlen, hat Sie in die falsche...
Die Symptome sind fast identisch mit einem Herzinfarkt, die Herzkranzgefäße dagegen völlig frei. Ein Kardiologe erklärt, wer am stärksten gefährdet...
Die Geschichte vom König, der „das ist Gold” ausrief, ist erfunden, doch Erdmandel enthält wirklich weder Gluten noch Laktose. Das...
Eine Expertin für Gehirntraining sagt, es gebe keinen Beleg dafür, dass Strenge gegen sich selbst bessere Ergebnisse bringt. Der Trick...
Diese Seite verwendet Cookies - ist das okay? Mehr erfahren
Erfahre als Erster, wenn Metla etwas Neues startet
Hinterlasse deine E-Mail-Adresse und wir schreiben dir, wenn es einen neuen Ratgeber oder etwas Neues auf Metla gibt.