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Drei kalte Suppen, die man heute macht und morgen isst: Der Geschmack bindet im Kühlschrank, nicht in der Pfanne

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Drei kalte Suppen, die man heute macht und morgen isst: Der Geschmack bindet im Kühlschrank, nicht in der Pfanne

Die letzte Augustwoche ist die unangenehmste in der Küche. Für den Backofen ist es noch zu heiß, für denselben Salat zum vierten Mal schon zu spät. Die Lösung ist kein neues Rezept, sondern kalte Suppe - und alle drei folgenden teilen eine Regel: Man macht sie heute und isst sie morgen.

Ajoblanco mit Aprikosen und Garnelen

Mandeln, Brot und Wasser. Mehr ist die Basis nicht, und genau deshalb zählt jeder Schritt. Nötig sind 180 Gramm rohe geschälte Mandeln, 80 Gramm Krume vom Brot des Vortags, eine kleine Knoblauchzehe mit entferntem Keim, 600 Milliliter sehr kaltes Wasser, 70 Milliliter mildes Olivenöl und 20 Milliliter Apfelessig.

Das Brot zehn Minuten einweichen und ausdrücken. Mit den Mandeln, dem Knoblauch und einem Teil des Wassers volle drei Minuten mixen - nicht kürzer, denn die Cremigkeit kommt aus der Zeit, nicht aus dem Öl. Dann das restliche Wasser zugeben, das Öl langsam in dünnem Strahl einlaufen lassen, danach Essig und Salz. Zum Schluss durch ein feines Sieb passieren.

Fünf reife Aprikosen bei 190 Grad fünfzehn Minuten backen und mit etwas Öl, ein paar Tropfen Zitrone und einer Prise Salz pürieren. Zwölf große Garnelen kurz anbraten. Kalt servieren, die Garnelen obenauf und Tupfer der Aprikosencreme.

Gazpacho aus Wassermelone und rosa Tomaten

Hier macht das Verhältnis den Unterschied: 300 Gramm Wassermelone auf 700 Gramm reife rosa Tomaten. Mehr Wassermelone und man bekommt Saft, keine Suppe.

Dazu kommen eine halbe Gurke, ein Viertel roter Paprika, ein Viertel Knoblauchzehe, 35 Gramm eingeweichtes Brot, 35 Milliliter Olivenöl und 10 Milliliter Sherryessig. Alles zusammen zwei bis drei Minuten mixen, Salz und Essig zum Schluss, das Öl zuletzt bei laufendem Mixer einlaufen lassen - dann entsteht die Emulsion und die Suppe trennt sich im Kühlschrank nicht.

Mindestens zwei Stunden kühlen. Serviert wird mit Würfeln von Gurke und Wassermelone und Minzblättern.

Kalte Creme aus Roter Bete und Joghurt

Die schnellste der drei - und die, bei der die Farbe am schwersten gelingt, wenn die Rote Bete nicht richtig gegart war. Nötig sind 500 Gramm gekochte Rote Bete, 300 Gramm griechischer Joghurt ohne Zucker, eine halbe Gurke, eine halbe kleine Zwiebel, eine Knoblauchzehe, zwei Esslöffel Olivenöl, der Saft einer halben Zitrone und ein Teelöffel gehackter Dill.

Alles kommt für zwei bis drei Minuten in den Mixer. Ist es zu dick, nach und nach kaltes Wasser zugeben - nicht auf einmal, denn zurück geht es nicht. Zwei Stunden in den Kühlschrank. Obenauf: Löffel Joghurt, Würfel von Roter Bete und Gurke, geröstete Pistazien und Dill.

Die Regel, die alle drei verbindet

Alle drei sind am zweiten Tag besser. Das ist kein Rat zur Geduld - das ist Chemie: Aromen binden in der Kälte und die Textur wird dichter. Kocht man am Samstag für Gäste, wird die Suppe am Freitagabend gemacht und samstags nur herausgeholt und garniert.

Und noch etwas. Keines der drei Rezepte hat eine Zutat, die man im August nicht in einem gewöhnlichen Laden findet. Tomate, Wassermelone, Rote Bete, Joghurt, Mandeln, Gurke. Nichts Exotisches, nichts, was bestellt werden muss. Nur kaltes Wasser, Zeit und ein wenig Ordnung im Ablauf.