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Diesel hat die Hundert durchbrochen: 43 Prozent teurer als zu Beginn der Angriffe auf Iran

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Diesel hat die Hundert durchbrochen: 43 Prozent teurer als zu Beginn der Angriffe auf Iran

Diesel durchbricht in Mazedonien die Marke von 100 Denar je Liter. Der Höchstpreis liegt ab sofort bei 101,5 Denar - ein Plus von 3,5 Denar durch den jüngsten Beschluss der Regulierungskommission für Energie. Benzin verteuert sich um 1,5 Denar: Eurosuper BS-95 kostet 93, BS-98 - 95 Denar je Liter.

Die Zahl, die das wahre Bild zeigt, ist allerdings nicht die heutige Anpassung, sondern der Vergleich mit dem Jahresanfang. Am 28. Februar, als die USA und Israel die Angriffe auf Iran begannen, kostete Diesel 71 Denar je Liter, BS-95 - 73,5 und BS-98 - 75,5 Denar.

Also: Diesel ist um über 30 Denar je Liter gestiegen, rund 43 Prozent. Benzin um fast 20 Denar, rund 26 Prozent. In sechs Monaten.

Was das an der Zapfsäule bedeutet

Auf einen 50-Liter-Tank gerechnet wird der Unterschied greifbar. Eine Dieselfüllung kostet jetzt 5.075 Denar, gegenüber 3.550 Denar am 28. Februar - 1.525 Denar mehr pro Füllung. Für 50 Liter BS-95 sind nun 4.650 Denar nötig, 975 mehr als die 3.675, die es zu Beginn der Angriffe kostete.

Für jemanden, der zweimal im Monat tankt, sind das rund 3.000 Denar mehr pro Monat allein für Diesel - ohne dass sich sonst irgendetwas im Leben geändert hätte.

Der Staat hat eingegriffen. Es half nicht genug.

Der härteste Schlag kam direkt nach Kriegsbeginn - am 9. März beschloss die Regulierungskommission einen Sprung von 14,5 Denar auf 85,5 Denar je Liter Diesel. Die Regierung griff daraufhin mit fiskalischen Maßnahmen ein: Die Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe wurde von 18 auf 10 Prozent gesenkt, die Verbrauchsteuern um vier Denar beim Diesel und zwei beim Benzin.

Diese Maßnahmen gelten weiterhin. Trotzdem stiegen die Preise weiter. Am 7. Juli kostete BS-95 85,5 und Diesel 82,5 Denar. Drei Wochen später - 93 und 98,5. Heute - 93 und 101,5.

Mit anderen Worten: Ohne gesenkte Mehrwertsteuer und gesenkte Verbrauchsteuern würde Diesel heute nicht 101,5 Denar kosten, sondern deutlich mehr. Die fiskalische Maßnahme hat die Verteuerung nicht verhindert - sie hat nur ihr Tempo gebremst.

Die Regulierungskommission verweist darauf, dass die festgelegten Preise Höchstpreise sind, Händler also billiger verkaufen dürfen. In der Praxis geschieht das selten - der Höchstpreis wird in der Regel zum Preis.

Der Anstieg fällt in eine anhaltende Instabilität des Weltölmarkts wegen des Kriegs mit Iran und des gestörten Transports durch die Straße von Hormus. Das ist ein realer äußerer Faktor, auf den Skopje keinen Einfluss hat. Einfluss hat es darauf, was als Nächstes passiert - ob die fiskalische Reserve aufgebraucht ist und wie lange sich die gesenkten Verbrauchsteuern noch halten lassen, bevor der Haushalt sich meldet.