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Eine Fahne auf dem Podium kostet 10.000 Euro, und eine volle Halle in Bitola kostet nichts

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Eine Fahne auf dem Podium kostet 10.000 Euro, und eine volle Halle in Bitola kostet nichts

Der kroatische Verband zahlt 10.000 Euro für eine Fahne bei der Siegerehrung

Das Berufungsgericht der EHF wies die Berufung des kroatischen Handballverbands zurück und bestätigte die Strafe von 10.000 Euro, davon 2.500 auf zwei Jahre zur Bewährung. Der Grund: Bei der Siegerehrung der EHF EURO 2026 entrollte Spieler Matej Mandic eine Fahne, die im Protokoll des Verbands nicht vorgesehen ist. Das Gericht gab teilweise auch der Berufung der EHF statt und verhängte gegen Mandic selbst eine zusätzliche Strafe von 2.500 Euro. Eine Beschwerde beim Europäischen Handball-Schiedsgericht ist binnen 21 Tagen möglich. Dass sich Balkan und Symbole nicht leicht trennen lassen, weiß jeder aus dieser Region - neu ist, dass es dafür nun auch eine Preisliste gibt.

Neues Format der EHF European League: fünf Phasen und 14 Klubs, die aus der Champions League fallen

Die Saison 2026/27 bringt ein System, das die Bewertung eines einzelnen Spiels verändert. Die EHF European League hat nun fünf Phasen - Gruppenphase, Play-off, Achtelfinale, Viertelfinale und Finals. Zwölf aus der Champions League ausgeschiedene Teams steigen im Play-off ein, zwei weitere im Achtelfinale. Die Gruppenphase bleibt bei acht Gruppen zu je vier, nur die ersten beiden kommen weiter - für die übrigen 16 endet die Europasaison dort. Start ist am 29. und 30. September, und die erste Runde bringt auch Flensburg-Handewitt gegen Granollers, eine Wiederholung des Viertelfinals 2022/23, als die Spanier den deutschen Klub hinauswarfen. Die Gruppenphase endet am 1. Dezember. Mehr Phasen heißt mehr Spiele, und mehr Spiele heißt mehr Fernsehtermine - wer davon profitiert, ist keine Frage, die die EHF in ihrer Mitteilung stellt.

Deutschland mit 30:19 gegen Slowenien zum Gold bei der M18 EHF EURO

Das Finale begann, wie es niemand erwartet hatte - Slowenien, als einziges Team ohne Niederlage im Turnier, drehte auf 8:5 und zwang den deutschen Trainer in der 15. Minute zur Auszeit. Dann folgte ein 12:3-Lauf für Deutschland und vor der Pause war alles entschieden (17:11). Nach dem Wechsel legten die Deutschen binnen drei Minuten drei Tore nach, der Abstand wuchs auf neun (20:11). Slowenien blieb volle zwölf Minuten ohne Tor. Als Gadza in der 41. Minute auf 25:15 stellte, konnte gefeiert werden - das vierte Gold in der Geschichte der deutschen Junioren. Vincent Facijejev beendete das Spiel mit 8 Toren aus 11 Versuchen, MVP des Turniers wurde der slowenische Rückraumspieler Jaka Podvrsic, der auch im Finale fünfmal traf.

Volle Halle im August: Pelister bezwang Partizan mit 35:31 bei Cervars Debüt

Eurofarm Pelister bestritt das erste Pflichtspiel der Saison und schickte sofort eine Botschaft - 35:31 gegen Partizan in der ersten Runde der Regionalliga, und das beim Debüt von Lino Cervar auf der Bitolaer Bank. Kapitän Filip Kuzmanovski erzielte 15 Tore, eine Zahl, die das Spiel für sich allein trägt. Doch die Angabe, die mehr wiegt als das Ergebnis, ist die Tribüne: Die Halle „Boro Churlevski“ war beinahe voll, im August, wenn ein guter Teil der Fans noch im Urlaub ist. Der amtierende mazedonische Vizemeister startet mit einem Trainer in die Saison, dessen Vita selten in unsere Liga kommt. Bleibt abzuwarten, ob die Institutionen rund um den Klub diesem Publikum gewachsen sind.

Frauenklub Kumanovo aus der Superliga ausgeschlossen - Despina aus Prilep rückt nach

Der frühere mazedonische Frauenmeister wird in der Saison 2026/2027 nicht Teil der Frauen-Superliga im Handball sein. Der Handballverband Mazedoniens teilte mit, dass die Mannschaft von ZRK Kumanovo gemäß Artikel 23 der Wettbewerbsbestimmungen vom Wettbewerb ausgeschlossen wird. Der Klub, der in der Vergangenheit auf heimischer Bühne Liga- wie Pokaltitel gewann, kämpfte längere Zeit mit finanziellen Problemen, die nun eskalierten. Der frei gewordene Platz ist bereits vergeben - ihn nimmt Despina aus Prilep ein. Titel werden nicht in der Vitrine aufbewahrt, sondern im Haushalt, und im heimischen Frauenhandball war das Zweite schon immer zerbrechlicher als das Erste.