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Neues Glücksspielgesetz: Casinos 500 Meter von Schulen und Schluss mit Promi-Werbung - aber ein Gesetz auf dem Papier ist der leichte Teil

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Neues Glücksspielgesetz: Casinos 500 Meter von Schulen und Schluss mit Promi-Werbung - aber ein Gesetz auf dem Papier ist der leichte Teil

Glücksspiel in Mazedonien bekommt neue Grenzen - im Wortsinn. Das Parlament verabschiedete das neue Gesetz über Glücksspiele, wonach Casinos und Wettbüros mindestens 500 Meter von Schulen entfernt liegen müssen und Prominente nicht mehr für Glücksspiel werben dürfen.

Das Gesetz wurde am 29. Juni mit 60 Stimmen „dafür" und 20 „dagegen" beschlossen. Neben dem Abstand zu Bildungseinrichtungen werden in Wettbüros im Umkreis von 500 Metern um Schulen elektronische Video-Lotterieterminals nicht erlaubt. Verboten werden auch Botschaften, die Glücksspiel als Weg zu finanziellem Erfolg, einem besseren Leben oder zur Lösung persönlicher und sozialer Probleme darstellen. Ein Teil der Einnahmen geht an den mazedonischen Film.

Hinter den trockenen Bestimmungen steht ein reales Problem, das jeder sieht - Wettbüros an jeder Ecke, Werbung mit bekannten Gesichtern, die Glücksspiel als Unterhaltung und schnellen Weg zum Geld verkauft, und immer mehr junge Menschen, die in dieser Falle hängen. Das Verbot für Prominente, Glücksspiel zu bewerben, ist ein Eingeständnis, dass gerade sie mit ihrem Einfluss etwas normalisiert haben, das Familien zerstört.

Dennoch ist ein Gesetz auf dem Papier leicht; die Umsetzung vor Ort ist schwer. Wie viele Wettbüros liegen heute weniger als 500 Meter von einer Schule, und wer schließt sie? Gilt das Werbeverbot auch im Internet, wo die Jungen tatsächlich zuschauen? Die neuen Regeln sind ein guter Anfang - aber die Glücksspielindustrie hat längst gelernt, in jedem Gesetz ein Schlupfloch zu finden. Der echte Test ist, ob der Staat den Willen hat, seine eigenen Regeln durchzusetzen.