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250 Millionen Dollar, damit Nolan uns erklärt, dass Heimkehren schwer ist

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250 Millionen Dollar, damit Nolan uns erklärt, dass Heimkehren schwer ist

Christopher Nolans "Odyssee" läuft in den Kinos, und die Debatte, ob es der Film des Jahres ist, läuft schon. Das Budget sagt: Jemand hat sehr fest daran geglaubt. Rund 250 Millionen Dollar, fast drei Stunden Laufzeit, gedreht mit neuer IMAX-Technik an Schauplätzen weltweit.

Die Besetzungsliste ist gegenüber der Konkurrenz beinahe unhöflich. Matt Damon spielt Odysseus, König von Ithaka. Daneben: Anne Hathaway, Tom Holland, Zendaya, Robert Pattinson, Charlize Theron, Lupita Nyong'o, John Leguizamo als treuer Diener Eumaios, Elliot Page und Mia Goth. Nolan, mit 55 bereits Oscar-Träger für "Oppenheimer", bringt erneut seinen Mystizismus und poetischen Existenzialismus mit.

Die Kritik aus Spanien ist vorsichtig: "eine kolossale Großproduktion voller Attraktionen", "großartig und makellos gearbeitet", ideal für alle, die "300" und "Troja" mochten. Aber derselbe Kritiker will nicht sagen, dass es der Film des Jahres ist. Er weiß: Das entscheidet das Publikum, nicht das Budget.

Wirklich interessant ist, dass das Trojanische Pferd endlich mit einem Realismus gezeigt wird, den es auf der Leinwand bisher nicht gab. Eine fast drei Jahrtausende alte Geschichte, auf dem Balkan in jeder Schulstunde erzählt, bekam 250 Millionen Dollar, um auszusehen, als wäre sie wirklich passiert.

Und hier steckt eine Ironie, die man festhalten sollte. Homer schrieb die "Odyssee" über einen Mann, der nach Hause will und zehn Jahre unterwegs ist. Hollywood nahm eine Viertelmilliarde Dollar, um uns zu erklären, dass Heimkehren schwer ist. Auf dem Balkan kommt diese Lektion gratis - mit einem Busticket und einem Koffer.

Werden drei Stunden Nolan Sie von etwas überzeugen, das hier jedes Haus mit einem leeren Zimmer längst weiß?