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Japanische Methode zum Einschlafen in zehn Minuten: drei Posen im Bett und eine ehrliche Grenze

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Japanische Methode zum Einschlafen in zehn Minuten: drei Posen im Bett und eine ehrliche Grenze

Eine japanische Methode, die Einschlafen in zehn Minuten verspricht, klingt nach einem weiteren Internet-Trick. Diesmal steht ein Buch dahinter - "Yoga für den Schlaf" der Trainer Mariko und Tomoya, Gründer des populären japanischen Yoga-Kanals B-life - und eine Logik, die schwerer abzutun ist.

Es geht nicht darum, sich müde zu dehnen. Es geht darum, das parasympathische Nervensystem zu aktivieren: jenes, das dem Körper sagt, er dürfe die Wache beenden. Unter Dauerstress bleibt der Körper in permanenter Alarmbereitschaft. Beschleunigter Puls, flache Atmung, ein Kopf, der nicht aufhört zu rechnen. Die Übungen macht man direkt im Bett. Yoga-Erfahrung ist nicht nötig, Beweglichkeit auch nicht.

Die erste Pose ist die Schildkröte. Fußsohlen zusammen, Knie zur Raute geöffnet, beim Einatmen die Wirbelsäule strecken, dann langsam nach vorn beugen, während die Hände die Füße halten. Sie löst Spannung im Kreuz, erhöht die Hüftbeweglichkeit und wirkt beruhigend.

Die zweite ist der Halbknoten. Ein Bein ausgestreckt, das andere über den Körper gefaltet, Wirbelsäule aufrecht, dann langsam nach vorn beugen. Hilft bei Rückenschmerzen und macht die Atmung tiefer und langsamer.

Die dritte ist nicht einmal eine Bewegung. Der Bodyscan: auf dem Rücken liegen, Arme leicht abgespreizt, Handflächen nach oben, und die Aufmerksamkeit vom Kopf bis zu den Füßen wandern lassen - wahrnehmen, ohne zu bewerten. Viele schlafen ein, bevor sie die Runde beenden.

Der Rest ist Bühne: Pyjama, gedämpftes Licht, Musik, falls sie hilft. Nichts davon kostet einen Cent, nichts davon verlangt ein Abo.

Der provokanteste Teil ist nicht das Yoga. Es ist die Annahme, das Schlafproblem sei körperlich und nicht umständebedingt. Wenn nachts der Kopf arbeitet, weil morgen eine echte Sorge wartet, zahlt keine Schildkrötenpose diese Rechnung. Die Methode hilft, den Körper zu beruhigen - sie tut aber nicht so, als beruhige sie das Leben. Das ist ehrlich. Die meisten Ratschläge dieser Art sind es nicht.