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Ölkrise wird zur Krise von allem: Plastik, Lebensmittel, Medikamente unter Druck

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Die globale Ölkrise, verursacht durch den Konflikt im Nahen Osten, entwickelt sich rasant zu einer Krise von allem - nicht nur des Kraftstoffs, sondern auch von Plastik, Gummi, synthetischen Materialien und Produkten des täglichen Bedarfs.

Einen Monat nach Beginn der Blockade der Straße von Hormus ist die weltweite Ölversorgung um etwa ein Fünftel reduziert. Dieser Mangel greift nun auf die petrochemische Industrie über, die für die Herstellung eines Großteils moderner Produkte unerlässlich ist.

Die Auswirkungen sind besonders stark in Asien, das mehr als die Hälfte der Weltgüter produziert und den größten Teil des nahöstlichen Öls importiert. In Südkorea wurde Masseneinkauf von Müllsäcken beobachtet; Taiwan richtete eine Hotline für Hersteller ein, die mit Plastikmangel konfrontiert sind; Japan äußerte Bedenken hinsichtlich der Verfügbarkeit medizinischer Ausrüstung, einschließlich Dialyseschläuchen.

Die Krise erfasst auch Bier, Nudeln, Spielzeug, Kosmetik und verpackte Lebensmittel. Der Internationale Währungsfonds warnte, dass alle Szenarien zu höheren Preisen und langsamerem Wachstum führen. Analysten betonen, dass es nicht mehr nur um einen Preisschock geht - sondern um physische Knappheit von Waren.

Die letzten vor Beginn des Konflikts versandten Öllieferungen treffen im April ein, danach wird sich die Versorgung voraussichtlich weiter verschlechtern. Die Welt erlebt einen der schwersten Versorgungsschocks der neueren Geschichte.