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1,22 Milliarden Denar aus Bergbaukonzessionen, doch die Zahl der Inspektionen blieb unerwähnt

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1,22 Milliarden Denar aus Bergbaukonzessionen, doch die Zahl der Inspektionen blieb unerwähnt

„Keine Tonne Erz, kein Prozent Export und keine Investition ist mehr wert als ein Menschenleben“, sagte Energieministerin Sanja Bozhinovska bei der Feier zum Tag der Bergleute.

Der Satz ist gut. Die Frage ist, ob die Zahlen dahinter ihn decken.

Das Ministerium teilte mit, 2025 seien 1,22 Milliarden Denar an Konzessionsabgaben eingenommen worden, wovon 78 Prozent an die Gemeinden für Infrastruktur gehen. Bei der Veranstaltung wurden zehn Bergleute ausgezeichnet, es sprachen auch Vertreter der Bergbauindustrie und der Wissenschaft, darunter der Vorsitzende des Mazedonischen Bergbauverbands Dime Petreski und Professor Gjorgje Dimov. Angekündigt wurden eine neue Rohstoffstrategie und die Vorbereitung von Gesetzesänderungen.

Wo dieses Geld landet

78 Prozent von 1,22 Milliarden Denar bedeutet, dass knapp 950 Millionen Denar, also rund 15 Millionen Euro, an die Gemeinden zurückfließen. Für kommunale Haushalte ist das keine kleine Summe - doch die Zahl allein sagt nichts. Sie sagt, in welche Richtung das Geld fließt, nicht, was damit gemacht wurde.

Im Bergbau ist das keine buchhalterische Frage. Die Gemeinden, die die Konzessionsabgabe erhalten, sind dieselben Gemeinden, die die Folgen tragen - Staub, überlastete Straßen, Gewässer und Abraumhalden. Fließt dieses Geld in Infrastruktur zurück, die eben jene Bergbautätigkeit abnutzt, dann ist die Abgabe Kompensation, nicht Entwicklung.

Sicherheit misst sich in Inspektionen, nicht in Reden

Die Ankündigung einer neuen Strategie und neuer Gesetzgebung mit Fokus auf Umweltstandards und Arbeitssicherheit ist genau das, was man am Tag der Bergleute ankündigen sollte. Das Problem ist, dass der Bergbau in diesem Land seit Jahrzehnten dieselben Versprechen hört.

Der Satz, dass keine Investition mehr wert ist als ein Menschenleben, wird nur an einer Stelle überprüft - in den Inspektionsberichten. Wie viele Kontrollen wurden dieses Jahr durchgeführt, wie viele Verstöße festgestellt, wie viele Verfahren eingeleitet und wie viele Bergwerke arbeiten nach den Standards, die das Ministerium ankündigt. Diese Zahlen wurden bei der Feier nicht genannt.

Zehn Auszeichnungen für zehn Bergleute sind eine verdiente Geste. Doch für jene, die morgen einfahren, bedeutet ein Inspektor, der unangekündigt kam, mehr als eine Urkunde auf der Bühne.