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115 Strafen in fünf Stunden: Tetovo, Ohrid und Bitola liefern zwei Drittel der Beute

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115 Strafen in fünf Stunden: Tetovo, Ohrid und Bitola liefern zwei Drittel der Beute

Fünf Stunden Kontrolle, von 16 bis 21 Uhr, im ganzen Land. Ergebnis: 115 sanktionierte Fahrer wegen unerlaubten Überholens. Dazu 224 weitere Verkehrsverstöße im selben Fünf-Stunden-Fenster. Das sind dreihundertneununddreißig Verstöße an einem Nachmittag.

Die regionale Verteilung lohnt genaues Lesen. Die meisten Sanktionen - 35 - entfielen auf den Polizeibereich Tetovo. Dahinter Ohrid mit 34 und Bitola mit 19. Fast zwei Drittel aller Überholstrafen im ganzen Land wurden also in drei Gebieten eingesammelt.

Das größere Bild der beiden Vortage ist noch aussagekräftiger. Am 10. und 11. August stellte die Polizei 1.322 Zahlungsbescheide aus. 400 davon wegen nicht angepasster Geschwindigkeit. 32 Personen kamen wegen rücksichtslosen Fahrens in Gewahrsam: drei wegen Alkohol am Steuer, 15 wegen Fahrens ohne Führerschein, einer wegen eines bereits verhängten Fahrverbots. 13 Fahrzeuge wurden nach Artikel 300-b des Strafgesetzbuchs eingezogen.

Die Liste geht weiter: 302 Verstöße wegen falschen Parkens, 16 Sanktionen wegen Alkohol am Steuer, 106 Motorradfahrer ohne Helm, 67 Verkehrsteilnehmer ohne Sicherheitsgurt. Acht Fahrzeuge wurden aus dem Verkehr gezogen, weil sie nicht zugelassen waren, zwei wegen technischer Mängel, fünf Fahrer wegen getönter Scheiben bestraft.

Was die Zahlen sagen, die wir nicht haben

Das Innenministerium meldet die Beute - das ist korrekt. Was fehlt, ist die andere Spalte: wie viele dieser 1.322 Bescheide eingezogen werden und wie viele in irgendeiner Schublade verjähren. Denn der Fahrer, der gestern in Tetovo angehalten wurde, kennt die Antwort besser als jede Sicherheitskampagne. Wenn ein Bußgeld eine realistische Chance hat, nie eingezogen zu werden, ist es keine Strafe, sondern eine Formalität.

Hundertsechs Motorradfahrer ohne Helm in zwei Tagen sind keine Statistik über Verkehrssicherheit. Sie sind eine Statistik darüber, wie ernst Kontrolle genommen wird, wenn keine in Sicht ist. Die Kontrollen, heißt es aus dem Ministerium, gehen in den nächsten Tagen weiter. Die Frage ist, was mit denselben Straßen an den Tagen passiert, an denen sie es nicht tun.