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50.000 Euro für eine einstündige Feier, ein Kabel für 15.000, das verschwand: Die Prüfung im IÖG legt das Chaos offen

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50.000 Euro für eine einstündige Feier, ein Kabel für 15.000, das verschwand: Die Prüfung im IÖG legt das Chaos offen

Eine Prüfung im Institut für öffentliche Gesundheit förderte ein Bild zutage, das man kaum lesen kann, ohne sich zu fragen, wohin das Geld geflossen ist. Ein Kabel für das Internetnetz, bezahlt mit 15.000 Euro - und niemand weiß, wo es heute ist. Eine Feier zum hundertjährigen Jubiläum, eine Stunde lang - 50.000 Euro. „Wie kann man in einer Stunde 50.000 Euro ausgeben?", fragt Direktorin Marija Andonovska, die selbst eine zusätzliche Prüfung durch das Staatliche Rechnungsprüfungsamt beantragt hat.

Die Liste geht weiter. Verträge für Mobiltelefonie über 1,6 Millionen Denar - doppelt so viel wie geplant. Festnetztelefonie 1,1 Millionen Denar - wieder das Doppelte. Gesetzwidrige Gehaltszulagen, fehlende Unterlagen für verteilte Computer, Laptops und Telefone. „Wir haben keine einzige Sache gefunden, die gesetzlich oder nach den Regeln erledigt wurde", sagt Andonovska.

Vernichtend ist das Bild des Kontostands. Als die neue Leitung kam, hatte das Institut null Denar auf dem Konto. Heute, so behaupten sie, liegen darauf rund 150 Millionen Denar, dazu weitere 50 Millionen an nicht eingezogenen Forderungen. Gleichzeitig wurden die Repräsentationskosten von 500.000 Denar auf null gesenkt.

Doch der gefährlichste Teil ist nicht finanziell. Die Prüfung ergab, dass es keine vollständige Erfassung der verbrauchten Impfstoffe gab und dass zentrale Gesundheitsberichte verspätet waren - und das ist keine Frage des Geldes mehr, sondern der öffentlichen Gesundheit. Wenn die Institution, die die Gesundheit der Nation hüten soll, nicht weiß, wie viele Impfdosen sie verbraucht hat, ist das Problem kein buchhalterisches, sondern ein existenzielles.

Der Fall wurde den zuständigen Stellen gemeldet, auch der Korruptionsabteilung. Konkrete Ergebnisse gibt es noch nicht - die Unterlagen sind umfangreich. Doch die Frage, die der Bürger mit sich trägt, ist einfacher als jede Prüfung: Wenn eine einstündige Feier 50.000 Euro kostet, wie viel kosteten die Dinge, die jahrelang niemand geprüft hat?