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Das Rote Kreuz verteilt Wasser auf Skopjes Straßen: Freiwillige stopfen Lücken, die es nicht geben dürfte

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Das Rote Kreuz verteilt Wasser auf Skopjes Straßen: Freiwillige stopfen Lücken, die es nicht geben dürfte

Während die Hitze drückt, tauchen auf den Straßen Skopjes Menschen auf, die Wasser verteilen - Freiwillige des Roten Kreuzes der Stadt Skopje. Wegen der angekündigten hohen Temperaturen sind mobile Teams im Einsatz, mit einer einfachen, aber wichtigen Aufgabe: jenen zu helfen, die unter der Hitze am meisten leiden.

Die Teams, bestehend aus Freiwilligen der Katastropheneinheit, patrouillieren durch das Stadtzentrum und die größeren Bushaltestellen und reichen Passanten Wasser. Laut Plan verteilen zwölf Freiwillige in vier Teams täglich rund 400 Liter Wasser. Neben der humanitären Hilfe helfen einige von ihnen auch beim Säubern der Umgebung.

Das sind genau die Aktionen, die selten Schlagzeilen machen, aber wirklich zählen - ein gewöhnlicher Mensch reicht Älteren, Obdachlosen und Arbeitern im Freien in der schlimmsten Stunde des Tages ein Glas Wasser. Hinter jeder dieser Flaschen steht ein Freiwilliger, der nicht bezahlt wird, sondern schlicht entschieden hat, dass es jemand tun muss.

Doch auch die andere Seite gehört genannt. Wenn die Antwort auf eine Hitzewelle von vier Freiwilligenteams und ihren 400 Litern abhängt, dann ist das System zum Schutz der Schwächsten dünn. Das Rote Kreuz macht seine Arbeit vorbildlich - die Frage ist, wo die Institutionen sind, die mehr als guten Willen bieten sollten. Die Freiwilligen stopfen die Lücken; aber die Lücken dürfte es gar nicht geben.