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Ein Viertel der russischen Raffinerien steht still: 30 Prozent der Benzinmenge weg, 25 Prozent Diesel verloren - Moskau verhängt Exportverbot bis Juli

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Ein Viertel der russischen Raffinerien steht still: 30 Prozent der Benzinmenge weg, 25 Prozent Diesel verloren - Moskau verhängt Exportverbot bis Juli

Die Ukraine verstärkt ihre Drohnenangriffe auf russische Ölraffinerien und zwingt die größten Anlagen, die Produktion einzustellen oder zu drosseln. Rund ein Viertel der russischen Raffineriekapazität - mehr als 30 Prozent der Benzin- und 25 Prozent der Dieselproduktion - ist außer Betrieb. Moskau verhängte von April bis Juli ein Exportverbot für Benzin.

Zentrale Raffinerien in Kirischi, Moskau, Nischni Nowgorod, Rjasan und Jaroslawl sind Ziel der Angriffe. Kirischi mit einer Kapazität von 20 Millionen Tonnen pro Jahr ist seit dem 5. Mai vollständig stillgelegt. Diese Angriffe belasten zudem den russischen Bundeshaushalt - Öl- und Gassteuern machen rund ein Viertel der Gesamteinnahmen aus. Der Krieg frisst inzwischen die Adern, die ihn nähren.

In Perm hielten russisch-orthodoxe Priester Gebete und Prozessionen zum Schutz vor Drohnenangriffen - nach jüngsten Infrastrukturschäden. Eine Szene, die früher als unmöglich galt: moderner Krieg mit Kerzen und Requien in Städten weit hinter der Front. Menschen, die bis vor Kurzem kein Fenster mit gesprungenem Glas gesehen haben, suchen jetzt spirituellen Schutz vom Himmel.

Für ein Balkan-Publikum ist das eine Erinnerung daran, wie leicht zivile Infrastruktur zum Ziel werden kann. Dasselbe Muster sahen wir 1999 in Serbien, 2022 in der Ukraine - und jetzt in umgekehrter Richtung. Niemand hat aus der Frage gelernt: Wenn du meine Energiequelle angreifst, greife ich deine an. Aus der Doktrin der Berechnung wird die Doktrin der Vergeltung.