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Selenskyj an Amerika: "Wir sind keine Idioten, wir wissen, was das bedeutet" - und lehnte die Uebergabe des Donbas ab

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"Wir sind keine Idioten. Wir wissen, was das bedeutet." Wolodymyr Selenskyj lehnte in einem Interview mit dem deutschen ZDF die amerikanischen Vorschlaege direkt ab, die Sicherheitsgarantien fuer die Ukraine an einen Rueckzug aus dem Donbas knuepfen. Nicht diplomatisch, nicht andeutend - direkt.

Mehrere westliche Medien berichteten, dass Washington die Sicherheitsgarantien an das Kriegsende bindet - und der Krieg endet, wenn die Ukraine sich aus den oestlichen Gebieten zurueckzieht. Selenskyj bestaetigte: Genau das hatten sie ihm gesagt.

Er kritisierte auch Jared Kushner und Steve Witkoff - Trump-nahe Personen - weil sie glauben, Russland gewinne den Krieg. "Das ist eine falsche Einschaetzung," sagte Selenskyj und fuegte hinzu, dass er dennoch einen konstruktiven Dialog mit Washington fuehre.

Er machte einen konkreten Vorschlag: Die Ukraine werde aufhoeren, russische Energieinfrastruktur anzugreifen, wenn Russland aufhoere, ukrainische zu bombardieren. Zudem muesse Russland fuer die Kriegsschaeden zahlen - freiwillig oder durch wirtschaftliche Mechanismen.

Hoert Washington zu? Oder wartet es nur, bis Kiew muede genug ist, um zu akzeptieren? Auf dem Balkan wissen wir, wie es aussieht, wenn Grossmaechte einem eine "Loesung" anbieten, die bedeutet, auf das Eigene zu verzichten. Die Frage ist, wie lange Selenskyj "nein" sagen kann, bevor der Druck unertraeglich wird.