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Snapchat plötzlich um Kinder besorgt: neue Beschränkungen für unter 16-Jährige - doch dahinter stehen Klagen

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Snapchat plötzlich um Kinder besorgt: neue Beschränkungen für unter 16-Jährige - doch dahinter stehen Klagen

Snapchat führt neue Beschränkungen für seine jüngsten Nutzer ein - und die offizielle Erklärung lautet Schutz vor Missbrauch. Doch wenn ein soziales Netzwerk plötzlich um Kinder besorgt ist, lohnt die Frage, was hinter den Kulissen in den Gerichtssälen geschieht.

Nach den neuen Regeln können Nutzer im Alter von 13 bis 15 Jahren Beiträge im Spotlight-Bereich nur noch mit Personen teilen, denen auch sie folgen. Minderjährige unter 16 erhalten ein besonderes Profil für Stories und Spotlight, das nur für Freunde sichtbar ist, ohne angezeigte Zahlen wie Like-Zähler - genau jene Kennzahlen, die Druck zum Wettbewerb um Engagement erzeugen.

Bisher konnte diese Gruppe in Spotlight mit allen teilen, auch wenn die Beiträge nicht mit ihrem Profil verknüpft waren, was Fremde am Kontakt hinderte. Nutzer von 16 bis 18 Jahren können weiterhin breiter posten, jedoch begrenzt auf Freunde, Follower und Personen mit gemeinsamen Bekannten. Eltern sehen über das sogenannte Family Center, wie viel Zeit ihre Kinder in einzelnen Teilen der App verbringen.

Der Kontext erklärt einen Teil dieser plötzlichen Sorge. Snap sieht sich dieses Jahr einer Klage gegenüber, die ihm vorwirft, die Sucht nach sozialen Medien zu fördern, und wehrt auch ähnliche Fälle in den ganzen USA ab. Es ist schwer, die neue Sorge um die Kindersicherheit vom Druck der Anwälte und Regulierungsbehörden zu trennen. Ähnlich handelte Instagram in den letzten Jahren mit besonderen Konten für Teenager.

Und die Reaktion von ganz oben zeigt, wie sehr die Branche weiter leugnet. Snaps Geschäftsführer Evan Spiegel zitierte in einem Interview Studien, um zu sagen, „Snapchat habe einen positiven Einfluss auf die Nutzer, weil es sie mit Freunden verbindet“. Mag sein. Doch die offene Frage ist einfach - wenn die Plattform wirklich so harmlos ist, warum brauchte es Klagen, um diese Beschränkungen einzuführen?