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Die Österreicher wollen auch die UNI Banka: Angebot für 100 Prozent der Aktien zu je 126,38 Euro

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Die Österreicher wollen auch die UNI Banka: Angebot für 100 Prozent der Aktien zu je 126,38 Euro

Die österreichische Bankengruppe Steiermärkische Bank und Sparkassen AG - die Muttergesellschaft der Sparkasse Bank Mazedonien - hat die offizielle Mitteilung über ihre Absicht eingereicht, ein Übernahmeangebot für sämtliche Stammaktien der UNI Banka AD Skopje abzugeben. Hundert Prozent des Aktienkapitals und der Stimmrechte.

Der Preis beträgt 126,3766353 Euro je Aktie, zahlbar im Denar-Gegenwert. Die Mitteilung wurde an der Mazedonischen Börse veröffentlicht.

Es ist nicht das erste Mal. Dieselbe Gruppe hatte zuvor die Ohridska Banka übernommen und eingegliedert. Die Österreicher schicken sich also an, binnen weniger Jahre eine zweite mazedonische Bank zu schlucken.

Wer was genehmigt

Das Angebot ist keine ausgemachte Sache. Neben den Zustimmungen inländischer Stellen sind ausländische Genehmigungen nötig: die Freigabe des Zusammenschlusses durch die montenegrinische und die serbische Wettbewerbsbehörde sowie ein Genehmigungsbeschluss der Europäischen Zentralbank.

Erst wenn diese vorliegen, stellt der Übernehmer einen Antrag bei der Wertpapierkommission. Bleibt eine der ausländischen Genehmigungen aus, gilt die Absicht als zurückgezogen. Dasselbe gilt, wenn die Genehmigung nicht binnen 12 Monaten nach Bekanntgabe der Absicht eintrifft.

Bemerkenswert ist, wer alles über die Zukunft einer mazedonischen Bank entscheidet: ein Regulierer in Podgorica, ein Regulierer in Belgrad und die Europäische Zentralbank in Frankfurt. Die heimische Wertpapierkommission wartet, bis sie an der Reihe ist.

Was Konzentration bedeutet

Mit der Zusammenlegung der Bilanzen und Netze von Sparkasse und UNI Banka entsteht eine Bank, die sich den führenden drei am Markt nähert - Komercijalna, NLB und Stopanska. In der Praxis heißt das mehr Filialen, ein größeres Geldautomatennetz und eine stärkere Kapitalbasis für die Finanzierung großer Unternehmens- und Infrastrukturprojekte.

Das ist die Version aus der Mitteilung, und sie ist nicht unwahr. Sie ist nur die Hälfte.

Die andere Hälfte: Mit jeder solchen Fusion hat der Markt einen Spieler weniger. Wenn vier bis fünf Banken alles halten, wird der Wettbewerb um Zinssätze, Gebühren und Kreditkonditionen nicht schärfer - er wird bequemer für die Banken. Der mazedonische Bankensektor war auch bisher nicht dafür bekannt, mit besseren Konditionen um Kunden zu kämpfen.

Der nächste Schritt sind die Genehmigungen der Aufsicht. Bis dahin ist nichts rechtskräftig. Geht es aber durch, lautet die Frage für den Menschen, der eine Rate zahlt, nicht, wie viele Aktien die Österreicher gekauft haben - sondern wie viele Banken ihm zum Vergleichen bleiben.