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Die Emirate investieren weitere 40 Milliarden Euro in Deutschland: ein Land, das fünfmal weniger exportiert und mit eigenem Kapital einsteigt

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Die Emirate investieren weitere 40 Milliarden Euro in Deutschland: ein Land, das fünfmal weniger exportiert und mit eigenem Kapital einsteigt

Die Vereinigten Arabischen Emirate werden weitere 40 Milliarden Euro in Deutschland investieren. Die Zahl wurde von beiden Seiten während des Staatsbesuchs des emiratischen Präsidenten Mohammed bin Zayed Al Nahyan in Berlin genannt - und sie verdoppelt die bisherigen Investitionen des Golfstaats in die deutsche Wirtschaft, die bei 34 Milliarden Euro lagen, mehr als nur.

Zusätzlich wurden 29 Verträge zwischen deutschen und emiratischen Unternehmen im Wert von fast 9,4 Milliarden Euro unterzeichnet. Berlin und Dubai gründen einen Deutsch-Emiratischen Investitionsrat zur Förderung von Investitionen und zur Stärkung des Dialogs zwischen öffentlichem und privatem Sektor.

Wohin das Geld geht

Ein Teil der Investitionen ist für fortschrittliche digitale Infrastruktur bestimmt - unter anderem für die Entwicklung neuer, modernster Rechenzentren mit einer Kapazität von rund einem Gigawatt. Das ist keine Kleinigkeit: Ein Gigawatt ist die Größenordnung eines ernstzunehmenden Kraftwerks, und wir sprechen vom Verbrauch von Servern.

Der emiratische Präsident wurde von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit vollen militärischen Ehren empfangen und traf anschließend Kanzler Friedrich Merz. Die VAE sind Deutschlands wichtigster Handelspartner am Golf. Im vergangenen Jahr lag der bilaterale Handel bei etwas über 13 Milliarden Euro - Deutschland exportierte Waren für rund 11 Milliarden in die VAE und importierte für rund zwei Milliarden.

Was dieses Verhältnis wirklich sagt

Elf Milliarden Export gegen zwei Milliarden Import. Das ist fünf zu eins zugunsten Deutschlands. Und doch ist es die Seite, die fünfmal mehr importiert als sie verkauft, die jetzt mit 40 Milliarden eigenem Kapital einsteigt. Die Golfstaaten stecken seit Jahren Öleinnahmen in fremde Volkswirtschaften, Infrastruktur und Technologie - und das ist keine Wohltätigkeit, sondern Positionierung für die Zeit, in der Öl nicht mehr der Haupttrumpf sein wird.

Deutschland wiederum geht in diese Sache aus einer Position, die es vor zehn Jahren nicht hatte. Die industrielle Basis, die jahrzehntelang das Fundament seiner Stärke war, trifft auf teure Energie und globale Konkurrenz, die nicht wartet. Wenn eine solche Volkswirtschaft großes Geld aus dem Golf mit militärischen Ehren am Flughafen empfängt, sagt das auch etwas über sie selbst.

Auf dem Balkan kennen wir solche Besuche. Der Unterschied ist, dass Golfinvestitionen bei uns meist auf ein angekündigtes Memorandum, die Skizze irgendeines Komplexes und ein Händedruck-Foto hinauslaufen. Deutschland hat 29 Verträge mit konkreten Beträgen unterschrieben. Sähe es bei uns genauso aus?