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Trump droht mit Truppenabzug aus Deutschland: Die NATO gerät nicht in Panik - und das aus gutem Grund

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Als Donald Trump drohte, die amerikanischen Soldaten aus Deutschland abzuziehen, klang das nach einer dramatischen Erklärung. Aber in Brüssel und in Berlin gerät niemand in Panik - und nicht weil es sie nicht kümmert. Weil sie wissen, wie das läuft.

In Deutschland stehen derzeit 36.000 amerikanische Soldaten. Sie umfassen Kommandos für Europa und Afrika sowie die B-61-Atombomben. All diese Operationen sind mit dem Versorgungsfluss in den Nahen Osten verknüpft. Wenn Trump sie abzieht, bricht am gleichen Morgen der militärische Kanal in den Iran und zu den Basen am Persischen Golf zusammen. In der Praxis - kann er nicht. Will er nicht. Er droht nur.

Es gibt auch ein Gesetz. Seit 2025 hat der amerikanische Kongress beschlossen, dass in Europa nicht weniger als 76.000 Soldaten stehen dürfen. Das bedeutet, dass Trump maximal etwa 9.000 abziehen kann - und das mit einem Verfahren, das Jahre und Milliarden Dollar braucht.

Der pensionierte General Mark Hertling sagte es in einem Satz: "Mindestens vier Jahre, und Hunderte Milliarden Dollar. Und das ohne den Umzug von Familien und das Verlassen von Basen, die gerade renoviert werden". Übersetzung: der Abzug ist teuer, langsam und strategisch schädlich.

Der deutsche Außenminister Johann Wadephul reagierte diskret: "Wir sind vorbereitet". Das ist ein Signal nicht für Panik, sondern für Routinebereitschaft. Die Berliner Administration misst es "nach Taten, nicht nach Worten".

Für den Balkan ist das nicht ohne Bedeutung. Die Basen in Stuttgart und Ramstein sind an logistische Linien gebunden, die von Kuwait bis Kosovo reichen. Wenn diese Stäbe sich bewegen, bewegen sich auch die Pläne aller, die von ihnen abhängen - einschließlich unserer Region. Wir sind keine direkten Spieler in diesem Spiel. Aber wir sind direkte Folgen.