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23.04.2026
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12.04.2026
Neuer Anführer in Budapest, aber alter Pragmatismus bleibt. Péter Magyar, der Mann, der Orbán ersetzt hat, kündigte drei Entscheidungen an, die zeigen, dass Ungarn keine Absicht hat, nach Brüssels Pfeife zu tanzen - zumindest nicht wenn es um Geld und Energie geht.
Erstens: Russisches Öl bleibt. "Wir können die Geographie nicht ändern", sagte Magyar - und das ist ein Satz, den wir auf dem Balkan besser verstehen als irgendjemand sonst. Wenn man zwischen Ost und West eingeklemmt ist, ist Ideologie Luxus und Gasleitungen sind Realität. Ungarn wird Energieverträge mit Russland fortführen, einschließlich des Atomkraftwerks in Paks, und Ablehnung liegt nicht auf dem Tisch.
Zweitens: keine ungarische Beteiligung am 90-Milliarden-Euro-Kredit für die Ukraine. Das ist ein Schritt, der Brüssel rasend machen wird, aber Magyar kalkuliert klar - warum für jemand anderen Krieg bezahlen, wenn man eigene Probleme hat? Auf dem Balkan ist diese Logik kein Zynismus, sondern Überleben.
Drittens: keine beschleunigte EU-Mitgliedschaft für die Ukraine. Magyar ist kategorisch - ein Referendum zu dieser Frage wird "im nächsten Jahrzehnt" nicht stattfinden. Das ist ein Schlag für Kiew, aber auch für alle in Brüssel, die dachten, dass Orbáns Ablösung ein gehorsames Budapest bedeutete.
Was sagt uns das? Dass sich Anführer ändern, aber Interessen bleiben. Ungarn ist ein Land, das zählen kann - und unabhängig davon, wer auf dem Premierministersessel sitzt, muss die Rechnung immer bezahlt werden. Ob Brüssel das versteht oder weiter überrascht sein wird, ist bereits ihr Problem.
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