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VMRO-DPMNE fordert Fakten zu Rechenzentren, doch die Zahlen zu Strom und Wasser stehen in keiner einzigen Mitteilung

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VMRO-DPMNE fordert Fakten zu Rechenzentren, doch die Zahlen zu Strom und Wasser stehen in keiner einzigen Mitteilung

Die VMRO-DPMNE hat der SDSM und ihrem Vorsitzenden Venko Filipche vorgeworfen, ohne Argumente Angst und Panik in der Öffentlichkeit über den möglichen Bau von Rechenzentren in Mazedonien zu schüren. Die Botschaft der Regierungspartei: Das Land brauche Entwicklung und Vision, nicht das, was sie politische Hysterie nennt.

„Filipche trat erneut mit kategorischen Positionen zum möglichen Bau von Rechenzentren in Mazedonien an die Öffentlichkeit, als wäre seine Meinung für sich genommen ein ausreichendes Argument“, heißt es von der VMRO-DPMNE. Die Partei behauptet zudem, die Opposition sei zusätzlich verärgert, weil die Initiative gegen Rechenzentren in Pehchevo nicht durchgekommen sei, da einer ihrer Leute dahintergestanden habe.

Hier beginnt die Mitteilung, sich selbst zu widerlegen. Die Initiative in Pehchevo ist nicht bloß „durchgekommen“ - der Rat der Gemeinde Pehchevo lehnte am 25. August die Initiative zur Einleitung eines Verfahrens für ein Rechenzentrum in der Gemarkung Pancharevo einstimmig ab. Einstimmig. War die Entscheidung eine Parteioperation, dann haben auch die Ratsmitglieder der VMRO-DPMNE selbst dafür gestimmt.

Die Forderung nach Fakten gilt in beide Richtungen

Die Regierungspartei fordert Fakten, Fachanalysen und eine argumentierte Debatte statt Angst. Das ist eine völlig legitime Forderung - und genau das war die Forderung in Pehchevo.

Ein Rechenzentrum verlangt hohe Anschlussleistung und stabile Stromversorgung, in einem Land, das Strom importiert. Es verlangt Wasser zur Kühlung, wobei die Menge von der Größe der Anlage, der Gerätedichte und dem gewählten System abhängt. Es verlangt Grundstücke, Glasfasertrassen, Sicherheit. Bislang hat keine einzige Mitteilung gesagt, wie viel Strom und wie viel Wasser, und zu welchem Preis. Wenn diese Zahlen fehlen, kommt die Forderung „liefert Fakten“ von der Seite, die die Fakten hält.

Mit Panik wird nichts gebaut - das stimmt. Mit Mitteilungen aber auch nicht. Ist die Investition so gut wie behauptet, besteht der schnellste Weg, den Gegner lächerlich zu machen, nicht darin zu schreiben, er verbreite Hysterie, sondern die Zahlen zu veröffentlichen und sie sprechen zu lassen.

Pehchevo stellte eine Frage und bekam einen Angriff auf die Opposition. Die Antwort auf die Frage fehlt weiterhin.