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Das PET-Zentrum lief einen Tag, dann stand es wieder: 15 Krebspatienten warten täglich

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Das PET-Zentrum lief einen Tag, dann stand es wieder: 15 Krebspatienten warten täglich

Vergangene Woche hieß es, der PET-Scanner laufe wieder. Patienten könnten Untersuchungen buchen. Neun Patienten täglich würden untersucht. Laut SDSM-Chef Venko Filipche lief das Gerät genau einen Tag, untersuchte rund zehn Patienten und stand dann wieder still.

„Nur einen Tag lang lief das PET-Zentrum, und jetzt ist es erneut außer Betrieb“, sagte Filipche auf einer Pressekonferenz. Nach seinen Angaben funktioniert das einzige PET im öffentlichen Gesundheitswesen seit zweieinhalb Monaten nicht.

Die Zahl, die er danebenstellte, ist die entscheidende. Es geht um rund 15 Patienten täglich - Menschen mit Krebs, in schwerem Zustand, deren Behandlung direkt von dieser Untersuchung abhängt. „Diese Untersuchung bestimmt die Therapie oder deren Anpassung, je nach Stadium der Erkrankung“, sagte Filipche und forderte, das Gerät müsse sofort in Betrieb gehen.

Der Defekt und die Erklärung

Das Gerät stand wegen eines Defekts am Zyklotron - der Anlage zur Herstellung von Radioisotopen, ohne die eine PET-Untersuchung nicht möglich ist. Der Fehler wurde bei einer Routinewartung entdeckt. Gesundheitsminister Sasho Klekovski erklärte, der Defekt sei Folge unsachgemäßer Wartung durch den Lieferanten sowie eines spezifischen Problems mit einem Öl, das unter restriktive Regelungen fällt.

Dass das Gerät vergangene Woche wieder in Betrieb ging, wurde durch eine aus Istanbul gebrachte Menge Radioisotop ermöglicht. Mit Sofia laufen Gespräche über zusätzliche Lieferungen.

Das ist der Teil, der die wahre Schwäche offenlegt. Das Land hat ein PET-Zentrum. Es hängt an einem Zyklotron. Steht das Zyklotron, wird das Isotop aus Istanbul geholt - die empfindlichste onkologische Diagnostik des Landes läuft also über grenzüberschreitende Logistik und einen Ersatzplan, der mit Sofia verhandelt wird, während Patienten warten.

Von der anderen Seite

VMRO-DPMNE antwortete über die Abgeordnete Aleksandra Nikolovska mit Plänen. Angekündigt wurden der Bau eines hochmodernen Klinikzentrums, das auch Patienten aus Nachbarländern anziehen soll, ein beheizter Unterführungsgang unter dem Ilindenska-Boulevard als Verbindung zum Krankenhaus „8. September“ sowie Projekte für die Klinikkrankenhäuser in Shtip und Tetovo und erweiterte Leistungen in Kichevo. In diesem Komplex, heißt es, werde auch das PET-Zentrum untergebracht.

Der Abstand zwischen beiden Aussagen macht die Geschichte aus. Die eine Seite spricht von fünfzehn Menschen, die heute keine Untersuchung bekommen. Die andere antwortet mit der Vision eines Klinikzentrums, das ausländische Patienten anziehen wird. Beides kann gleichzeitig zutreffen - doch nur eines betrifft den Menschen, der morgen ein onkologisches Konsil hat.

Die Frage ist nicht, wer der größere Visionär ist. Die Frage ist, wer für ein Gerät geradesteht, das nach zwei Monaten Stillstand einen Tag lief, und ob „unsachgemäße Wartung durch den Lieferanten“ für diesen Lieferanten irgendeine Folge hat.