„Wir haben gültige Tickets und kommen nicht mal nach Hause”: Wut im Zentrum von Skopje über neue Parkgebühren
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Der Gipfel EU - Westbalkan in Tivat, Montenegro, sollte eine diplomatische Übung im Lächeln für die Kameras sein. Aleksandar Vučić machte daraus einen Auftritt mit scharfem Ton, auf einem Boden, der für Serbien und Montenegro alles andere als neutral ist. Zehn Botschaften in einem Atemzug - und keine davon klang nach einem Mann, der gekommen ist, eine saure Nachbarschaft zu glätten.
Am lautesten blieb der Satz zum Kosovo: „Wir nehmen euch nicht Montenegro; ihr nehmt uns das Kosovo”, mit der Wiederholung, Serbien werde die Unabhängigkeit des Kosovo nicht akzeptieren. Wenn eine Frage seit Jahrzehnten gleich gestellt wird, auf jedem Gipfel, vor jeder Kamera - erwartet wirklich jemand, dass ein diplomatisches Ritual sie ändert, oder spielen alle nur ihre Rollen bis zum nächsten Treffen?
Vučić ging auch auf die Unruhen vom 15. März ein und behauptete, rund 2.000 Bürger Montenegros hätten an einem Versuch teilgenommen, die verfassungsmäßige Ordnung zu destabilisieren. Er nannte auch die Zahl, dass 135 Menschen aus Montenegro in Belgrad getötet worden seien, und betonte, es handle sich um Kriminelle, nicht um Bürger. In den Raum geworfene Zahlen als Argument - aber wer hat sie geprüft, und warum kommen sie genau jetzt auf den Tisch?
Auch die persönliche Verteidigung fehlte nicht: Er behauptet, keine Bankkonten, Villen oder Boote in Montenegro zu haben, und sich dank professionellen Schutzes stets sicher zu fühlen. Dennoch schloss er seinen Auftritt mit einer Wirtschaftskarte, die sich schwer ignorieren lässt - Serbien hat einen Anteil von 57,1 Prozent an den Exporten des Westbalkans in die EU. Übersetzt: Ihr müsst mich nicht mögen, aber ihr könnt mich nicht umgehen. Auf dem Balkan ist genau dieser Satz der ehrlichste von allen zehn.
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