33 Brände in 24 Stunden: In Kicevo brennt ein Buchenwald, bei Kumanovo erreichte das Feuer die Häuser
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23.04.2026
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12.04.2026
Mazedonien hat die höchste Rate an West-Nil-Fieber-Erkrankungen pro Million Einwohner in Europa. Das ist keine rhetorische Formel - das ist das Ergebnis, wenn man die Fallzahl durch die Bevölkerung teilt.
Bisher wurden 43 Fälle registriert, davon 40 vollständig bestätigt und drei durch einen einzelnen Test. Vier Menschen sind gestorben. Pro Kopf gerechnet sind das rund 20,3 Fälle je Million - gegenüber 15,1 in Griechenland und 5,3 in Italien. Also fast viermal so viel wie Italien.
Warum die Zahl so aussieht
Das Virus zirkuliert in einem natürlichen Kreislauf zwischen Vögeln und Stechmücken der Gattung Culex. Ein bestätigter Fall bei einem toten Raben in Skopje zeigte, dass das Virus im wilden Ökosystem aktiv zirkuliert, nicht nur beim Menschen. In der Region Skopje wurden 34 Risikostandorte kartiert, 13 davon als Hochrisiko eingestuft.
Zwischen 70 und 80 Prozent der Infizierten haben keinerlei Symptome. Schwere Verläufe gehen in eine Neuroinfektion über, das höchste Risiko tragen ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem. Das jüngste Opfer ist ein 73-Jähriger aus Dolno Lisice, mit schwerem klinischem Befund und Vorerkrankungen.
Was die Gemeinden tun
Am 19. August fand in der Stadt Skopje ein Koordinierungstreffen mit den Bürgermeistern der Skopjer Gemeinden statt, bei dem Zuständigkeiten und Pflichten besprochen wurden. Die Gemeinde Karpos nahm auch an einem Treffen mit dem Gesundheitsministerium teil, bei dem die Lage der Infizierten, das Vorkommen des Virus bei toten Vögeln und mögliche Brennpunkte in Skopje behandelt wurden.
Gegen Mücken wird seit Mai gesprüht. Das ist die Angabe, die in dieser Geschichte am meisten sticht: Die Maßnahmen laufen seit Monaten, und die Rate ist trotzdem die höchste in Europa. Entweder reicht das Sprühen also nicht, oder es kommt zu spät in der Saison, oder das Problem liegt woanders - im stehenden Wasser, das niemand beseitigt.
Die Empfehlungen an die Bürger sind einfach: Repellents und bedeckende Kleidung, Netze an Fenstern und Türen, und die Beseitigung jedes Gefäßes mit stehendem Wasser - Eimer, Blumentöpfe, alte Reifen. Tote Vögel sollen nicht mit bloßen Händen angefasst, sondern gemeldet werden.
All das stimmt und ist zu tun. Aber ein Koordinierungstreffen in der zweiten Augusthälfte, wenn die Mückensaison schon Monate läuft und vier Menschen bereits tot sind, lässt sich kaum Prävention nennen. Das ist eine Reaktion - und eine späte.
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